Birmensdorf

«Normalerweise kommen rund 500 Leute»: Das Lichter-Einschalten des Christbaumes fand im kleinen Rahmen statt

Zentrumsplatz Birmensdorf: Der Weihnachtsbaum leuchtet trotz Corona.

Zentrumsplatz Birmensdorf: Der Weihnachtsbaum leuchtet trotz Corona.

Das Lichter-Einschalten des Birmensdorfer Christbaumvereins fand diesmal unter besonderen Umständen statt.

Um Punkt 6 Uhr hiess es am Freitagabend in Birmensdorf: «Lichter an!» Auch dieses Jahr zündete der Christbaumverein die Lichterketten des Christbaumes auf dem Zentrumsplatz an. Die rund 15 Meter grosse und mit silbernen Kugeln geschmückte Weisstanne aus dem Aescher Wald soll bis am Dreikönigstag weihnachtliche Stimmung im Dorf verbreiten.

Der Präsident des Christbaumvereins, Paul Gähwiler, ist zufrieden mit dem Baum: «Der diesjährige Baum ist einer der schöneren Bäume.» Bis auf Leiterhöhe schmückten Vereinsmitglieder den Baum mit Lichterketten und Weihnachtskugeln. Auf der Höhe darüber halfen mit einer Hebebühne Werkhofmitarbeiter mit.

Anders als in den letzten Jahren konnte das Lichter-Einschalten aber nicht als eine Art Dorffest stattfinden. So stellte der Gewerbeverein wegen des Coronavirus kein Festzelt auf, in dem man sich auf die Weihnachtszeit einstimmen hätte können. Zudem galt eine Maskenpflicht, und die Abstände mussten eingehalten werden.

«Normalerweise kommen um die 500 Leute»

Eine Absage des Anlasses stand für den Vorstand laut Gähwiler aber nur im Notfall zur Debatte: «Die Birmensdorferinnen und Birmensdorfer sind diszipliniert. Deswegen wissen wir, dass man einen solchen Event durchführen kann.» Zudem sei der Anlass ein fester Teil der Voradventszeit im Dorf. «Es ist schade, dass der Anlass nicht wie sonst stattfinden konnte. So etwas fehlt allen, da normalerweise um die 500 Leute an das Lichter-Einschalten kommen», sagte er weiter.

Gemeindepräsident Bruno Knecht (parteilos) war ebenfalls vor Ort, um die Anwesenden zu begrüssen. Ihm gefällt es, dass der Event von Privaten durchgeführt wird: «Solche Anlässe sind Teil des Dorflebens. Wir müssen jetzt leider damit klarkommen und akzeptieren, dass sie nicht so stattfinden können wie sonst. Aber es ist schön, dass der Anlass trotzdem stattfinden kann.»

Seit zehn Jahren existiert der Christbaumverein und organisiert jährlich den Christbaum auf dem Zentrumsplatz. Dessen Lichter werden jeweils eine Woche vor dem ersten Advent eingeschaltet. Vor dem Verein organisierte zehn Jahre lang der Birmensdorfer Hans Rudolf Mathis einen Christbaum. Als dieser Paul Gähwiler für seine Nachfolge anfragte, entschied sich Gähwiler, den Verein zu gründen. Dieser finanziert sich über Sponsoren-, Gönner- und Mitgliederbeiträge, um die Kosten für den Baum von rund 2'000 Franken zu tragen.

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