Die 3. Liga und die 2. Liga interregional haben ihre Hinrunden schon vorletztes Wochenende abgeschlossen. Nun befindet sich auch der 2.-Liga-Fussball in der Winterpause. Am vergangenen Wochenende haben dessen Limmattaler Vertreter Urdorf und Schlieren ihre letzte Partie in der Hinrunde absolviert. Dabei haben beide ein Unentschieden erreicht. Urdorf konnte gegen Männedorf (0:0) punkten und Schlieren gegen Lachen/Altendorf (1:1).

Für die Schlieremer bedeutet der Punkt gegen den Tabellenführer aus Schwyz einen versöhnlichen Abschluss einer Hinrunde, die nicht einfach gewesen ist. Von 13 Spielen hat das Team von Trainer Besnik Ramadani nur vier gewonnen, sechsmal musste es als Verlierer vom Platz. Das hat sich auf die Rangliste ausgewirkt.

Die Schlieremer stehen auf Platz 9 und haben nur vier Punkte Abstand auf den ersten Abstiegsplatz, den momentan Stäfa innehat. Stäfa hat allerdings noch ein Spiel weniger ausgetragen. «Wir haben in einigen Partien Punkte verschenkt», sagt Ramadani. «Es gab in der Hinrunde leider Höhen und Tiefen.»

Ein Tiefpunkt für die Schlieremer war das 0:6 gegen Seefeld. «Da waren wir überfordert», so Ramadani. «Aber das ist auch eine sehr starke Mannschaft.» Dafür hat man gegen eine andere starke Mannschaft bestanden. «Gegen Lachen/Altendorf haben wir gezeigt, welches Potenzial in uns steckt», sagt Ramadani. Daher ist er mit der Hinrunde insgesamt zufrieden.

«Man muss auch sehen, dass wir viele sehr junge Spieler haben, zudem fehlten uns verletzungsbedingt einige Spieler», sagt Ramadani. «Aber wir müssen in der Rückrunde konstanter werden.»

Auch die Urdorfer mussten in der Hinrunde Federn lassen. So verlor die Mannschaft von Trainer Gianni Musumeci im Heimspiel gegen Witikon überraschend mit 0:4 - die höchste Niederlage in der Hinrunde, und das nach zwei Auswärtssiegen in Folge. «Da haben wir einen schlechten Tag erwischt», sagt Musumeci. «Aber lieber einmal 0:4 verlieren als viermal 0:1.»

Dafür konnten die Urdorfer sieben Partien gewinnen, dreimal haben sie verloren. Damit stehen sie in der Tabelle auf dem vierten Platz und haben sechs Punkte Abstand zu Leader Lachen/Altendorf. «Ich bin sehr zufrieden mit der Vorrunde», sagt Musumeci. «Unser Ziel war es, unter den ersten Fünf zu überwintern, und das haben wir geschafft.» Unter anderem mit Auswärtssiegen gegen Altstetten, Red Star II und Wettswil-Bonstetten II.

Im Cup ausgeschieden

Im Cup teilen sich die beiden Limmattaler Teams dagegen dasselbe Schicksal: Sowohl Urdorf (0:1 gegen Wetzikon) als auch Schlieren (2:3 gegen Beringen) sind gegen einen Drittligisten ausgeschieden. «Schade», sagt Ramadani. «Wir wären gerne eine Runde weitergekommen. Aber im Nachhinein ist es vielleicht besser so.» Ähnlich sieht es Musumeci: «Angesichts der Doppelbelastung ist es vielleicht besser, wenn wir uns jetzt auf die Meisterschaft konzentrieren können.»

Diese geht am 17. März weiter. Dann startet die Rückrunde. Urdorf empfängt den Tabellenzweiten Wettswil-Bonstetten II, während die Schlieremer in Wädenswil antreten müssen.

Eine Woche später treffen sich die beiden Limmattaler Mannschaften in Schlieren dann zum Derby. Daran denkt Ramadani aber noch nicht. «Wir wollen schon in Wädenswil gewinnen», sagt er. «Gegen Urdorf werden wir alles versuchen, aber es wird schwierig werden.»

Für Musumeci hat das Derby gegen Schlieren noch keine Priorität. Erst konzentriere man sich auf die Partie gegen Wettswil-Bonstetten II. «Aber die Spiele gegen Schlieren sind immer etwas Besonderes», sagt er. Nach dem Unentschieden in der Hinrunde wollen die Urdorfer diesmal gewinnen. «Aber das wollen wir bei jedem Spiel», so Musumeci.