Nun ist auch noch das allerletzte Stückchen der Linienführung für die Limmattalbahn festgelegt. Die Limmattalbahn AG hat Mitte Mai die Projektänderung für den Abschnitt Niderfeld beim Bundesamt für Verkehr (BAV) eingereicht, wie sie gestern mitteilte.
Für den ganzen Rest der Strecke hat der Bund der Bahn bereits im April die Plangenehmigungsverfügung – das entspricht der Baubewilligung – erteilt. Es sind noch vier Beschwerden hängig, die dagegen eingegangen sind.

Das Dietiker Entwicklungsgebiet Niderfeld wurde im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens der Limmattalbahn jedoch auf einer Länge von 700 Meter sistiert. Der Grund: Die Streckenführung der Bahn sollte möglichst fein auf den öffentlichen Gestaltungsplan des Niderfelds angepasst werden, der zurzeit erarbeitet wird. Man habe nun ein Jahr lang gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt Dietikon diesen Streckenabschnitt überarbeitet und dem aktuellen Stand angepasst, sagt Gesamtprojektleiter Daniel Issler. Geändert haben sich nur Details: Es sei zu einer leichten Streckung der Linienführung gekommen und die beiden Haltestellen sei noch etwas verschoben worden. «Jetzt ist die Linienführung perfekt auf den Gestaltungsplan abgestimmt», sagt Issler.

NEUES VIDEOS VERWENDEN Eine Fahrt mit der Limmattalbahn gefällig? Die geplante Strecke im Schnelldurchlauf – inklusive Haltestellen.

Eine Fahrt mit der Limmattalbahn gefällig? Die geplante Strecke im Schnelldurchlauf – inklusive Haltestellen.

Die Redaktoren der Limmattalerzeitung sind die künftige Strecke schon einmal abgefahren, respektive abgelaufen.

Öffentliche Auflage beginnt bald

Die öffentliche Auflage für diesen Abschnitt findet vom 12. Juni bis 11. Juli statt. In diesem Zeitraum liegen die Projektunterlagen in der Stadtverwaltung Dietikon öffentlich auf und können während der ordentlichen Schalteröffnungszeiten studiert werden. Zuvor muss das Projekt im Gelände sichtbar gemacht werden. Die entsprechenden Aussteckungsarbeiten werden vom Mittwoch, 7. Juni bis Freitag, 9. Juni durchgeführt. Nach der öffentlichen Auflage kann während 30 Tagen Einsprache gegen das Projekt erhoben werden. Weil das BAV dem Rest der Strecke bereits die Baubewilligung erteilt hat, wird es diese Projektänderung noch separat festsetzen müssen, wie Issler sagt.

Gleichzeitig sind die Verantwortlichen bereits in den Startlöchern für den geplanten Baustart der ersten Etappe im September 2017. Ob dann aber wirklich mit Bauen begonnen werden kann, ist noch nicht ganz klar. Denn drei der vier Beschwerden gegen die Baubewilligung, die beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen sind, beziehen sich auf die erste Etappe. Wenn ihnen nicht die aufschiebende Wirkung erzogen wird, ist der Baustart in Gefahr.