Schlieren
Nikolaus Wyss ist kein Auserwählter – und bleibt vorerst auf der Erde

Nikolaus Wyss wollte auf den Mars, doch dieses Ziel ist nun in weiter Ferne. Die niederländische Organisation «Mars One» will ihn nicht auf den roten Planeten schicken.

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Noch hat Nikolaus Wyss keinen Platz auf der Marsfahrt ergattert. So lange nimmt er mit dem «Raumschiff» in der Umwelt-Arena vorlieb.

Noch hat Nikolaus Wyss keinen Platz auf der Marsfahrt ergattert. So lange nimmt er mit dem «Raumschiff» in der Umwelt-Arena vorlieb.

Annika Bütschi

Der Marsmission-Anwärter und GLP-Stadtratskandidat Nikolaus Wyss kann sich weiterhin voll und ganz irdischen Aufgaben widmen: Er gehört nicht zu den 1058 Auserwählten, die weiterhin die Chance haben, von der niederländischen Organisation «Mars One» auf den roten Planeten geschickt zu werden. Am Montag gab das Unternehmen diejenigen der über 200 000 Bewerber bekannt, die es in die engere Auswahl für eine Reise auf den Mars geschafft haben.

Wyss ist «nicht unfroh» darüber, nicht ausgewählt worden zu sein, wie er verlauten lässt. So könne er sich «wieder ganz irdischen Landungen zuwenden, wie zum Beispiel den Stadtratswahlen in Schlieren oder anderen Fragen des Älterwerdens». Ganz ernst gemeint war seine Bewerbung ohnehin nicht, wie er der Limmattaler Zeitung im Oktober verriet. «Ich habe mich beworben, weil mich ein solches Vorhaben verwegen dünkt und ich mich gerne aktiv an der Diskussion über Sinn oder Unsinn eines solchen Unterfangens beteilige», sagte er damals.

«Mars One» will ab dem Jahr 2024 24 Laien-Astronauten auf den Planeten schicken, die dort eine Kolonie aufbauen sollen. Wer bei der ersten bemannten Marsmission dabei sein wird, soll in einer Fernsehshow entschieden werden. Die Teilnehmer müssen sich ihres Vorhabens sehr sicher sein, denn Rückfahrten sind nicht vorgesehen. (rue)

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