Die Schlieremer Einwohnerstatistik weist seit jeher einen hohen Ausländeranteil aus. Momentan stammen 45,1 Prozent der Einwohner aus dem Ausland, viele von ihnen sind direkt von dort nach Schlieren gezogen. Die meisten kommen aus Portugal, Italien, Serbien, Deutschland und Kosovo.

Um Konflikte zu reduzieren, baut Schlieren nun das Integrationsangebot aus. Eine Fachstelle soll die bestehenden und neuen Projekte künftig koordinieren.

Neu eingeführt werden niederschwellige Deutschkurse für Erwachsene. Bisher gab es solche nur für Kinder. Für eine bessere Verständigung zwischen Ausländern und städtischem Personal werden zudem künftig interkulturelle Übersetzer als Vermittler beigezogen.

17'000 Franken Zusatzaufwand

Der Aufwand für die Integrationsaufgaben erhöht sich damit für die Stadt um 17'000 Franken auf knapp 52'000 Franken pro Jahr, wie wie es in der Mitteilung vom Freitag heisst. Dazu kommen jährlich gegen 150'000 Franken vom Kanton.

Die bisherigen Angebote werden beibehalten. Dazu gehören unter anderem die "Tour der offenen Türen" für Neuzugezogene, an denen in sieben Sprachen die wichtigsten Einrichtungen der Stadt und die Abfallentsorgung erklärt werden, sowie «Mitten unter uns». Es bringt fremdsprachige Kinder und Jugendliche für einige Stunden pro Woche mit deutschsprachigen Familien zusammen.