Die jüngste Hitzewelle brach ohne Zeter und Mordio über die Schweiz ein. Noch vor einigen Wochen war ein kollektives Stöhnen zu vernehmen. Die Temperaturen stiegen damals auch bis über 37 Grad. Heute werden wir diese Zahl wohl nicht mehr erreichen, aber im Limmattal wurden immerhin bis zu 34 Grad erwartet. Die Wärme sorgte bislang für einen Bilderbuchsommer der Extraklasse - an Tropennächte und Sonnenschutz en masse hat man sich gewöhnt.

Dabei sind solche Temperaturen eigentlich ein Klacks. Auf unserem Erdball gibt es logischerweise Orte, an denen sich die Menschen durchaus länger mit einer Hitzewelle plagen mussten und die unseren Sommer buchstäblich in den Schatten stellen. Der heisseste Ort der Welt soll demnach die Wüste Lut im Iran sein. Mit Oberflächentemperaturen im Sommer von bis zu 70,7 Grad erscheinen die hiesigen Temperaturen als geradezu bescheiden. Laut einem Wikipedia-Eintrag wurden dort übrigens keine Funde gemacht, die eine frühe menschliche Besiedlung bezeugen.

In Al Aziziyah, einer Stadt im Nordwesten Lybiens und in der Wüste gelegen, kann es auch temperaturbedingt ziemlich hitzig werden. Die heisseste dort jemals gemessene Temperatur belief sich auf 57,8 Grad. Ähnlich das Death Valley in den USA. Es gilt ebenfalls als sogenannter Hitzepool. Obwohl «nur» wenige 100 Kilometer vom Pazifischen Ozean entfernt, prallen die Meereswinde an fünf Bergrücken ab. Konsequenterweise ist das „Tal des Todes“ eine der trockensten Gegenden der Welt und eine der heissesten. Im Jahre 1913 sollen dort 56,7 Grad gemessen worden sein.

Unsere - in diesem Vergleich - «harmlose» Hitzewelle gibt derweil in den nächsten Tagen leicht nach – doch es winken laut den Meteorologen noch immer fantastische Tage. Ideal, um die letzte Woche der Sommerferien so richtig zu geniessen.