Was lange währt, wird endlich gut. Es war ein steiniger Weg für den FC Uitikon, ehe es endlich klappte mit dem neuen Kunstrasenplatz. Obwohl er noch nicht fertig erstellt ist, wird er dennoch eingeweiht. Und das ist nicht der einzige Grund zu feiern. Der FCU wird dieses Jahr 40 Jahre alt (siehe Text unten). Am Jubiläumswochenende ist unter allen Beteiligten auf dem Sportplatz Sürenloh deshalb besonders eines zu spüren: Die Freude. Für die Tausenden von Stunden ehrenamtlicher Arbeit wird an diesem Samstagmorgen gedankt. «Jetzt, mit dieser guten Infrastruktur und dem neuen Kunstrasenplatz können auch sportliche Ambitionen und Verbesserungen verwirklicht werden», sagt Kristina Castiglioni, die im September voraussichtlich zur neuen Präsidentin des FCU gewählt wird. Bei ihrer Kandidatur sei sie jedenfalls auf deutlich weniger Widerstand gestossen, als das Projekt für eine neue Sportanlage.

Die Spieler testen den neu eröffneten Fussballrasen

Dass der Kunstrasen noch nicht ganz fertig ist, tut der Freude keinen Abbruch. Das Wetter im April und Mai habe den Bau des Kunstrasenplatzes verzögert, hält der abtretende Präsident Daniel Wallner fest. «Wir drehten mit diesem Projekt bereits einige Extrarunden, da spielt diese Runde keine grosse Rolle mehr», sagt er, ehe der sportliche Teil des Festes folgt.

Neben einem Plausch- und Juniorenturnier steht an diesem Wochenende auch ein Blitzturnier auf dem Programm. Dort trifft ein Team bestehend aus ehemaligen Super-League-Akteuren auf die Altstars des FC Uitikon sowie die Sponsorenmannschaft. Mit von der Partie ist unter anderem Dario Galbarini, der seine Schuhe einst für den FC Schaffhausen schnürte. Der Stürmer sorgt für das ein oder andere Tor auf dem Sürenloh. «Es ist mir wichtig, mich fit zu halten», sagt der Argentinier, der in der Saison 1993/94 dem Club Deportivo Saprissa in Costa Rica mit seinem Tor zum Meistertitel verhalf. «Ein Tor ist immer schön, aber es braucht ja das ganze Team, damit dies gelingen kann», meint er nach dem Spiel. Ebenfalls auf dem Feld steht Roger Kundert, der als Sponsor für den FC Uitikon fungiert und in den 1980er das Trikot des FC Zürich trug.

Hoffen auf mehr Nachwuchs

Genau beobachtet werden die ehemaligen Stars vom Nachwuchs. «Ich bin ein sehr guter Verteidiger», sagt der siebenjährige Ian. Er wohnt in Uitikon und trainiert zwei Mal wöchentlich bei den F-Junioren des FCU. Durch den neuen Platz erhofft man sich im Verein auch einen Aufschwung im Juniorenbereich. «Die Grundlage ist nun da, um den Fussball im Dorf weiter zu fördern», sagt Castiglioni. «Es wäre schön, wenn auch aus der Umgebung noch mehr Kinder auf dem neuen Sportplatz trainieren würden.»

Ende September oder Anfang Oktober sollte der zusätzliche Fussballplatz endgültig bereit sein. Angesichts dieser Aussichten spielt es keine Rolle, dass die Altstars des FC Uitikon mit dem OK-Präsident Sergio Pulitano gegen die Superleague Allstars mit 4:1 weggefegt werden. Als Sieger dürfen sich an diesem Wochenende alle fühlen.