Züri-Fäscht
Nicht einmal Uber kann die Freude der Limmattaler Taxis trüben

Auch ausserhalb des Züri-Fäschts an diesem Wochenende erwarten Taxifahrer mehr Kundschaft und bereiten sich darauf vor.

Aline Ilk
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Am kommenden Wochenende erwarten Taxifahrer mehr Kundschaft.

Am kommenden Wochenende erwarten Taxifahrer mehr Kundschaft.

az Baden

An diesem Wochenende lockt das Züri-Fäscht Tausende Menschen zum Feiern nach Zürich. Auch viele Menschen aus dem Limmattal werden das alle drei Jahre stattfindende Fest besuchen. Um die Feierlustigen an das Fest und wieder nach Hause zu bringen, werden neben dem breiten öV-Angebot auch vermehrt Taxis im Einsatz sein.

Entsprechend freuen sich Taxifahrer in der Region auf ein belebtes Wochenende. Daran ändern auch gesetzlich eingeschränkte Einsatzmöglichkeiten innerhalb der Stadt Zürich nichts. Denn auswärtige Taxifahrer dürfen zwar Bestellfahrten von ausserhalb nach Zürich absolvieren, aber in der Stadt nur in bestimmten Ausnahmefällen wieder neue Kunden aufnehmen. «An solch grossen Festen ist etwas los und viele Leute sind unterwegs – da wird mir so schnell nicht langweilig», sagt Taxifahrer Francesco Bernardo von A-10 City Taxi mit Sitz in Dietikon. Am Wochenende erwartet er auch in Dietikon mehr Taxikunden. Deswegen biete das City Taxi zwei Fahrer mehr als sonst auf. Sie werden insgesamt mit 12 Taxis vertreten sein. Bisher habe er immer Glück gehabt mit seinen Kunden, sagt Bernardo. Auch an grossen Festen wie das Züri-Fäscht, wo viel Alkohol im Spiel ist: «Wenn Leute betrunken sind, stört mich das nicht. Ich habe es mit meiner Kundschaft immer sehr lustig.»

Limmattaler Stimmen aus dem Lautsprecher

Wenn am Wochenende in Zürich Mitteilungen aus dem Lautsprecher die Festbesucher informieren oder instruieren, werden Stimmen aus dem Limmattal zu hören sein. Denn Viola Tami und Andrej Voina amten dieses Jahr als Sprecher des Züri-Fäschts und vertonen alle Ansagen. Die Radio- und Fernsehmoderatorin wohnt mit ihrem Mann und Berufskollegen Roman Kilchsperger sowie zwei Söhnen in Oetwil. Voina betreibt in Uitikon eine Marketing- und Kommunikationsagentur. (flo)

Auch in Schlieren sind die Erwartungen an das Festwochenende hoch. «Ich erwarte viel mehr Personen und freue mich darauf», sagt Carlos Ribeiro von Central Taxi am Bahnhof. Er rechnet damit, dass insgesamt auch in Schlieren deutlich mehr Taxis unterwegs sein werden.
Anders die Situation beim Unternehmen Regional Taxi Limmattal. Weil man an einem Fahrermangel leide, seien nur vier Fahrzeuge im Einsatz, sagt Taxifahrer Burak Avsar. «Aber auch wir sind auf ein belebtes Wochenende vorbereitet.» Er arbeite während des Fests nur tagsüber. «Einige meiner Arbeitskollegen sind aber während der ganzen Nacht unterwegs.»

Billigfahrdienst Uber

Auch wenn die Konkurrenz um freie Taxis grösser wird, müssen Kunden keine höheren Preise fürchten, denn diese sind fix definiert. Beim günstigen Taxikonkurrenten Uber hingegen können die Preise je nach Nachfrage variieren. Limmattaler Taxis spüren jedoch keine starke Konkurrenz vom privaten Fahrdienst, weil Uber-Fahrer sich stärker auf das Zürcher Stadtgebiet fokussieren: «In Dietikon stört uns Uber nicht gross», sagt Francesco Bernardo. «Wir haben nicht weniger Kundschaft deswegen», pflichtet Burak Avsar bei.