Schlieren
Neuzuzüger: «Ich habe mit Schlieren den richtigen Ort gewählt»

Sie sind erst gerade angekommen und von ihrer neuen Stadt schon hellauf begeistert. Im Porträt erzählen vier Neuzuzüger, wieso es sich für sie in Schlieren so gut leben lässt.

Ly Vuong
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Schlierens Neuzuzüger
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Linda Favre.
Fabrizio Huwiler.
Dejan Vitkovic.

Schlierens Neuzuzüger

Ly Vuong

In seiner Begrüssungsrede vor den Neuzuzügern skizziert Stadtpräsident Toni Brühlmann die Entwicklung Schlierens von einem Bauerndorf zum Industriestandort und schliesslich zur Stadt der Biotechnologie und Jungunternehmen. Öffentliche Einrichtungen wie die Biobadi, der Stadtpark oder die Künstlerkolonie im Gaswerkareal nennt er ebenso wie Religionsgemeinschaften, das Familienzentrum, die Schule oder das Spital Limmattal.

Das Stürmeierhuus oder die Trublerhütte könnten für Anlässe gemietet werden, erklärt Brühlmann den neuen Bürgerinnen und Bürgern seiner Stadt. Aber auch aktuelle politische Projekte wie die Neugestaltung des Stadtzentrums oder die Limmattalbahn kommen zur Sprache. «Das Wichtigste ist, dass die Neuzuzüger sich gut einleben und sich in Schlieren zu Hause fühlen», meint Brühlmann. Und nicht zuletzt sei die Stadt daran interessiert, dass die Neuzuzüger am öffentlichen Leben teilnehmen, ergänzt er.

Bei dieser Gelegenheit stellen die anwesenden Stadträte, die Stadtschreiberin sowie der Standortförderer sich und ihre öffentliche Funktion unter satirischer Moderation des Komikers Hans Kellerhals vor. Das Violinen-Intermezzo des Stadtorchesters rundet den offiziellen Teil ab, bevor die Neuzuzüger zum bereitstehenden «Apéro riche» übergehen. Dort erzählen vier von ihnen, warum sie sich für Schlieren als Wohnort entschieden haben und was ihnen hier gefällt.

Beata Moetsch (53), Kinesiologin

Nach der Trennung von meinem Mann wollte ich immer noch in der Nähe von meiner Familie wohnen. Deshalb bin ich im Mai von Uitikon nach Schlieren gezogen. In Schlieren konnte ich nun meine Kinesiologie-Praxis in meine Wohnung integrieren. An der Kirchgasse, wo ich wohne, schätze ich die ländliche Umgebung. Trotzdem ist es ein Katzensprung bis mitten in die Stadtatmosphäre. Die öV-Verbindungen sind gut. Kulturell läuft auch einiges. Die Theateraufführungen kürzlich im Comedy-Zelt haben mir sehr gefallen. Mit den zwei Shoppingcentern lässt es sich gut einkaufen. Und der Bioladen gehört zu meinen Lieblingsläden.

Als ganzheitlich denkender und lebender Mensch schätze ich die Biobadi sehr. Ausserdem ist in Schlieren das Angebot an alternativen Heilmethoden wie Traditioneller chinesischer Medizin oder Akupunkturmassage breit vertreten, sodass man es zu Fuss erreichen kann, was ich schätze. Vor meinem Umzug habe ich aber auch schon Schlechtes über Schlieren gehört. Den hohen Ausländeranteil empfinde ich bis jetzt aber nicht als Problem. Ursprünglich bin ich selbst Ungarin und wohne schon seit 1972 in der Schweiz.

Linda Favre (30), Sachbearbeiterin

Im Januar bin ich von Mutschellen im Aargau nach Schlieren gezogen. Schlieren stellt für mich einen Neuanfang dar: einerseits beruflich, weil ich während meiner Arbeit im Verkauf eine Weiterbildung in Administration gemacht habe und nun bei der Firma Hiestand einen Job in dieser Richtung gefunden habe; andererseits privat, weil ich mich von meinem Mann getrennt habe.

Am ersten Abend in Schlieren sass ich in meiner noch fast leeren Wohnung und hatte nichts zu essen organisiert. Da war ich sehr froh um die Milch und den Panettone, die meine Nachbarn mir geschenkt hatten. Überhaupt sind die Nachbarn sehr hilfsbereit. Wenn ich in die Ferien gehe, leeren sie meinen Briefkasten oder giessen meine Pflanzen. Ich schätze auch, dass mein Wohnquartier ruhig ist. Trotzdem bin ich schnell in Zürich oder im Wald, wo ich gerne spazieren gehe. Aber Schlieren ist im Gegensatz zu Mutschellen eine Stadt, man grüsst sich hier nicht auf der Strasse, daran muss ich mich noch etwas gewöhnen.

Fabrizio Huwiler (32), Kaufmann

Ich habe zuvor schon in Dietikon gewohnt und wollte im Limmattal bleiben. Im April bin ich mit meiner Freundin aus Luzern in eine Wohnung nach Schlieren gezogen. Für mich macht es keinen grossen Unterschied, in Schlieren oder in Dietikon zu wohnen. Die Verkehrsverbindungen sind gut. Mein Arbeitsweg nach Opfikon passt mir auch. Meine Freundin hat noch einen etwas kürzeren Arbeitsweg, da sie zum Glück eine Stelle in der Nähe von Altstetten gefunden hat.

In Schlieren ist man immer noch an der Limmat, die wunderschön ist. Im Sommer kann man sich von der Werdinsel in Altstetten bis nach Schlieren auf einer Luftmatratze oder in einem Bötli von der Limmat treiben lassen. Im Frühling haben mich in meinem Quartier die schönen japanischen Kirschbäume beeindruckt. Was ich an Schlieren dagegen vermisse, ist eine coole Bar. Im Grossen und Ganzen bin ich mit meiner Wohnsituation zufrieden. Glücklich bin ich aber eigentlich erst dann, wenn ich ein Einfamilienhaus habe.

Dejan Vitkovic (33), Innendekorateur

Letzten November bin ich mit meinem Lebenspartner vom Albisriederdörfli in Zürich nach Schlieren gezogen, weil wir ein Haus kaufen wollten. Nach langen Nachforschungen haben wir uns für Schlieren entschieden. Der Werbeslogan «Schlieren – Wo Zürich Zukunft hat» hat mein ursprüngliches Interesse geweckt. Schlieren scheint mir eine hohe Lebensqualität zu garantieren. Das Angebot an tollen Restaurants ist breit.

Überhaupt sind die Einkaufsmöglichkeiten und Verkehrsverbindungen gut. Ich wohne an einer ruhigen Lage und bin trotzdem schnell in Zürich. Es hat viel Natur, wo ich Mountainbike fahren oder spazieren kann. Die Leute hier sind sehr freundlich. Als ich mein Haus am Anfang etwas umbaute, haben mir meine Nachbarn sogar selbst gebackene Kekse vorbeigebracht. Was ich bis jetzt in Schlieren gesehen habe, hat mich davon überzeugt, dass ich den richtigen Ort gewählt habe.

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