Schlieren
Neugestaltung der Innenhöfe: Spital Limmattal kürt die Gewinner des Wettbewerbs

Das Spital Limmattal zeichnet die fünf besten Ideen für die Neugestaltung seiner Innenhöfe aus

Christian Tschümperlin
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Die strahlenden Gewinnerinnen und Gewinner vor dem Spital Limmattal (v.l.): Tanya Böniger, die Kantonsschüler Oliver Keller, Jasmin Meyer, Fiona Zirngast und Deborah Bär, sowie Spitaldirektor Thomas Brack (hinten), Michael Hilf, Richard Peterhans und Evgeniya Rohner.

Die strahlenden Gewinnerinnen und Gewinner vor dem Spital Limmattal (v.l.): Tanya Böniger, die Kantonsschüler Oliver Keller, Jasmin Meyer, Fiona Zirngast und Deborah Bär, sowie Spitaldirektor Thomas Brack (hinten), Michael Hilf, Richard Peterhans und Evgeniya Rohner.

Limmattaler Zeitung

Eine ganze Gruppe strahlender Gewinner hat der Wettbewerb für die Gestaltung der Innenhöfe am neuen Spital Limmattal hervorgebracht. Nun wird jeder der fünf Lichthöfe im Neubau nach der Vorstellung eines Siegers in eine kleine Oase verwandelt, wie das Spital Limmattal mitteilt. Im Frühling 2018 werden die Innenhöfe fertig dekoriert sein. Sie sind nicht begehbar und messen 10 mal 20 Meter.

«Die Qual der Wahl»

Die fünf Gewinnerprojekte sind vielfältig: Die Ideen reichen von einem künstlichen Tannenwald über leuchtende Kugeln, im Raum hängende Segel und eine Chügelibahn bis hin zu Wäscheleinen, die neckisch durch den Innenhof gezogen werden. Zum Dank für die originellen Ideen erhalten die Gewinner gemäss Mitteilung SBB-Gutscheine oder Reka-Checks im Wert von je 2000 Franken.

Die sechsköpfige Jury hatte insgesamt 42 Eingaben von Personen zwischen 12 und 89 Jahren zu beurteilen. Sie bewertete die Konzepte dabei nach Optik, Kreativität, Machbarkeit und Kosten. «Wir hatten die Qual der Wahl», sagt Jurymitglied Jasmina Ritz, Geschäftsführerin der Limmatstadt AG. Sie hofft, dass die kreative Gestaltung der Innenhöfe Patienten, Personal und Besuchern Freude machen und sie zu lebendigen Gesprächen anregen wird.

Spitaldirektor Thomas Brack freut es besonders, dass unter den fünf Gewinnern auch eine Schulklasse der Kantonsschule Limmattal ist, wie er sagt: «Dies zeigt uns, dass auch die jungen Menschen sich mit dem ‹Limmi› und seiner Zukunft auseinandersetzen.» Es sei toll, dass der Gewinn als kleinen Zustupf in die Klassenkasse gegeben werden könne. Für ihn seien die vielen tollen, bunten Vorschläge nicht wirklich eine Überraschung gewesen, sagt Markus Bärtschiger, Präsident des Verwaltungsrats: «Von der tollen, bunten Limmattaler Bevölkerung habe ich nichts anderes erwartet.»

Der Aufruf für die Teilnahme am Wettbewerb war von Juni bis Mitte Juli dieses Jahres via Flyer, Post und Website erfolgt. Mit Skizzen, Modellen, Zeichnungen und Beschrieben hatten die Teilnehmer ihren Ideen freien Lauf lassen können, wie das Spital Limmattal schreibt.

«Chügelibahn»: Projektgruppe K5, Kantonsschule Limmattal Verschiedene Kugelbahnen führen durch den Innenhof bis hinauf ins oberste Stockwerk. Die farbigen Kugeln werden vom Bahnende durch einen Motor wieder an den Anfang hochtransportiert. Auch eine Kurbel ist vorhanden, mit der Besucher die Bahn bedienen können. Der Boden ist mit farbigem Kies bedeckt.
5 Bilder
«Heilendes Farbenspiel»: Evgeniya Rohner (34), Urdorf Dieses Projekt beinhaltet leuchtende oder beleuchtete Kugeln, die an Drahtseilen befestigt sind und via Elektromotor auf und ab bewegt werden. Evgeniya Rohner will damit Patienten aufmuntern und von ihren Sorgen ablenken. «Das Zusammenspiel der Farben und Bewegung wirkt sich positiv auf den Seelenzustand der Menschen aus», sagt sie.
«Ruhe, Erholung»: Richard Peterhans (72), Schlieren Das Projekt besteht aus einem künstlichen Tannenwald mit hügeligem Boden und verschieden hohen Bäumen. «Im Spital begegnen sich der Alltagsstress der Arbeitenden und die Sorgen von Patienten», sagt Richard Peterhans zu seinem Projekt. «Ein Begegnungsort wie der Wald strahlt Ruhe aus und lädt zur Entspannung und zum Vergessen ein.»
«Wäscheleine»: Tanya Böniger (47), Geroldswil Leinen mit farbenfroher Wäsche erfreuen den Innenhof und versetzen die Betrachter in gute Laune. «Ich möchte damit Leben in den Hof zaubern, zum Schmunzeln und Träumen anregen», sagt Tanya Böniger. Die Wäscheleinen hätten etwas Nostalgisches: «Dort wo Mamas und Nonnas ihre Wäsche zum Trocknen aufhängen, kommt eine friedliche Stimmung auf.»
«Segelgarten»: Michael Hilf (53), Urdorf «Mit der Idee der farbig abgestuften Segel, welche frei im Raum hängen, lässt sich der Blick eines Betrachters einfangen und automatisch nach oben lenken», sagt Michael Hilf. «Von hier kommt das Licht und die Freiheit.» Ausgehend von grossen Rechtecken werden die Flächen mit zunehmender Höhe kleiner und bewegen sich spiralförmig nach oben.

«Chügelibahn»: Projektgruppe K5, Kantonsschule Limmattal Verschiedene Kugelbahnen führen durch den Innenhof bis hinauf ins oberste Stockwerk. Die farbigen Kugeln werden vom Bahnende durch einen Motor wieder an den Anfang hochtransportiert. Auch eine Kurbel ist vorhanden, mit der Besucher die Bahn bedienen können. Der Boden ist mit farbigem Kies bedeckt.

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