Schlieren

Neues ZSC-Stadion: Parkplatzkonzept verärgert Stadtrat

Gegen den Gestaltungsplan zur Arena der ZSC Lions in Altstetten reichte der Stadtrat eine Einwendung ein.

2022 soll das erste Eishockeyspiel in der neuen Arena in Altstetten angepfiffen werden. So sieht es der Zeitplan der ZSC Lions vor, die für das Grossprojekt verantwortlich zeichnen. Obwohl das «Theatre of Dreams» – so der Name des Baus aus der Feder der Architekten von Caruso St.John – mehrere hundert Meter von der Schlieremer Stadtgrenze entfernt zu stehen kommen soll, stört sich der Stadtrat bereits heute daran. In den gestern auf der Website veröffentlichten Stadtratsnachrichten gibt er bekannt, dass er gegen den privaten Gestaltungsplan Einwendung eingereicht hat.

Der Grund dafür ist das Parkplatzkonzept, wonach bei Eishockeyspielen in der Arena auch Parkplätze auf Schlieremer Stadtgebiet von den Sportfans genutzt werden sollen. «Der Stadtrat spricht sich dezidiert dagegen aus, dass Besucher der ZSC Lions Arena in Schlieren parkieren, wenn sie in der Umgebung der neuen Arena keinen Parkplatz finden», so der Stadtrat.

Stadtrat stellt sich quer

Im Verkehrsbericht – ein Bestandteil des Gestaltungsplans – ist ersichtlich, dass vom Eishockeyclub gleich mehrere Parkierungsmöglichkeiten in Schlieren ins Auge gefasst wurden. Neben Gebieten um Supermärkte wie dem Wagi-Zentrum, Lidl und Aligro wird auch das Gaswerk-Areal, das Zentrum für Jungunternehmer und gar das Parkside im Schlieremer Stadtzentrum erwähnt. Insgesamt stellten die Verantwortlichen elf Anfragen. Dies passt der Schlieremer Exekutive überhaupt nicht. Laut Stadtrat seien die Parkplätze für die Nutzer dieser Lokalitäten vorgesehen. Eine solche Regelung würde zudem zu intensivem Suchverkehr im Stadtgebiet führen. «Dies ist nicht umweltverträglich und wird daher abgelehnt», so der Stadtrat.

Zum Beispiel das Wagi-Zentrum soll als Ausweichmöglichkeit dienen, wenn die Parkplätze im Stadion besetzt sind.

Zum Beispiel das Wagi-Zentrum soll als Ausweichmöglichkeit dienen, wenn die Parkplätze im Stadion besetzt sind.  

Erst im vergangenen September sprachen sich die Stadtzürcher Stimmberechtigten mit knapp 57 Prozent für das Eishockeystadion unweit des Bahnhofs Altstetten aus. So wurde entschieden, dass der Sportklub ein Darlehen von der Stadt Zürich in Höhe von 120 Millionen Franken, das Baurecht für das rund 28 000 Quadratmeter grosse Grundstück sowie einen jährlichen Betriebsbeitrag von 2 Millionen Franken erhält. 122 Schrebergärten werden für dieses Vorhaben aufgegeben.

Fünf Einwendungen gingen ein

Damit der Bau auch wirklich realisiert werden kann, wurden einerseits ein privater Gestaltungsplan sowie andererseits Änderungen in der Bau- und Zonenordnung notwendig. Diese lagen bis zum 14. Juni, also heute vor einer Woche, öffentlich auf. Bis gestern trafen fünf Einwendungen gegen den Gestaltungsplan ein, wie Catharina Fingerhuth, Sprecherin des Hochbaudepartements auf Anfrage sagt.

Weiter sei vorgesehen, dass die Einwendungen nun geprüft würden, zu den nicht berücksichtigten werde eine Stellungnahme verfasst. Im Anschluss werden der Zürcher Stadt- und Gemeinderat über den Gestaltungsplan befinden. Für den Fall, dass ein fakultatives Referendum zustande kommt, würde das Zürcher Stimmvolk erneut zum Projekt befragt. Falls nicht, wird lediglich noch der Kantonsrat den Gestaltungsplan genehmigen müssen.

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