Killwangen
Neues Viadukt trennt im Limmattal Personen- und Güterverkehr

Mit dem Fahrplanwechsel vom kommenden Wochenende wird in Killwangen das neue Lehnenviadukt am Limmatufer in Betrieb genommen. Dieses Bauwerk dient zur Entflechtung von Güter- und Personenzügen im Raum Killwangen/Spreitenbach AG.

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Das Lehnenviadukt bei Killwangen-Spreitenbach während der Bauarbeiten

Das Lehnenviadukt bei Killwangen-Spreitenbach während der Bauarbeiten

youtube trainfart/screenshot

Damit der Güterverkehr von Wettingen/Neuenhof künftig nicht mehr die Gleise der Hauptlinie Bern-/Basel-Zürich queren muss, wird dieser über das Lehnenviadukt geführt. Damit gelangen die Güterzüge ohne Behinderung des Personenverkehrs in den Rangierbahnhof Limmattal.

Für die Personenzüge bringt diese Verkehrsführung höhere Pünktlichkeit. Die Bauarbeiten für das Lehnenviadukt hatten im Sommer 2013 begonnen. Die Kosten belaufen sich auf rund 70 Millionen Franken und wurden durch den FinöV-Fonds finanziert.

SBB-Baustelle Lehnenviadukt in Killwangen
7 Bilder
Die Hilfsbrücke am Limmatufer, mit Blick in Richtung Wettingen.
Das Lehnenviadukt wird auf sechs Pfeilern stehen. Die Bohrungen sind für alle bereits abgeschlossen.
Jedes wird mit fünf 1,50-Meter-Betonpfählen rund 15 Meter tief im Boden verankert. Hier bereiten die Bauarbeiter die Betonpfähle des ersten Pfeilers vor.
Die Hilfsbrücke verläuft auf knappem Raum zwischen dem bestehenden Heitersbergviadukt und der Limmat. Blick in Richtung Wettingen
2015 wird die Hilfsbrücke für den Aufbau des Viadukts zu einem Leergerüst zurückgebaut.
Die gesamte Baustelle für das Lehnenviadukt erstreckt sich über knapp 650 Meter entlang der Limmat.

SBB-Baustelle Lehnenviadukt in Killwangen

Elia Diehl

Die Realisierung zwischen den bestehenden Gleisen und der Limmat sei aufgrund der engen Platzverhältnisse, der steilen Hanglage und der Nähe zum Wasser herausfordernd gewesen, teilte die SBB am Dienstag mit. Der Uferweg entlang der Limmat musste während den Arbeiten für längere Zeit gesperrt werden.