Schlieren
Neues Schopfanbauprojekt kostet 40'000 Franken mehr

Die reformierte Kirchgemeinde muss in drei Wochen über einen Kredit befinden, den sie schon einmal gesprochen hat. Es handelt sich dabei um das Geld, das für einen Anbau an den Schopf neben dem Stürmeierhuus benötigt wird.

Florian Niedermann
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An dieser Stelle bewilligte die Stadt einen Anbau an den Schopf beim Stürmeierhuus - das Bauvisier auf der Ostseite des Gebäudes

An dieser Stelle bewilligte die Stadt einen Anbau an den Schopf beim Stürmeierhuus - das Bauvisier auf der Ostseite des Gebäudes

Florian Niedermann

Der Grund: Ein erstes Bauprojekt genehmigte die Stadt nicht. Nun liegt ein Neues vor, für das bereits eine Baubewilligung erteilt worden ist. Statt 80 000 Franken kostet der Anbau nun aber 120 000 Franken.

Der Neubau dient dem Siegrist der reformierten Kirchgemeinde Schlieren dereinst als Geräteschuppen und Materiallager. Bereits jetzt nutzt er den oberen Stock des Schopfs als Lager, im Erdgeschoss befindet sich der Kühlraum und das Lager des Restaurants Stürmeierhuus. Für die Arbeitsgeräte des Siegrists ist im Schopf zu wenig Platz vorhanden, sodass er diese an verschiedenen Orten verteilt aufbewahren muss. Mit dem Anbau erhalte er die Möglichkeit, die Geräte zu lagern, und den Platz, um sie warten und reinigen zu können, sagt Kirchpflegepräsidentin Ursula Gütlin-Plüer: «Der Platzbedarf ist ausgewiesen.» Das Ziel des Anbaus ist eine Verdoppelung der Nutzfläche von rund 45 auf 90 Quadratmeter.

Dem Ortsbild zum Opfer gefallen

Dass das erste Projekt nicht bewilligt wurde, begründete die Stadt mit dem Schutz des Ortsbildes. Vorgesehen war ein zweigeschossiger Flachdachbau auf der Westseite des Schopfs. Doch die Stadt wollte diesen Bau nicht bewilligen. Sie argumentierte mit dem Schutz des Ortsbildes. Das neue Projekt beinhaltet nun einen ebenfalls zweigeschossigen Giebeldachbau auf der Ostseite des Gebäudes. Beide Neuerungen seien vonseiten der Stadt so verlangt worden, sagt die Zuständige für Liegenschaften der Kirchenpflege, Elsbeth Meierhofer. «Vor allem die Verschiebung auf die Ostseite des Schopfs führte zu Mehrausgaben.» Es müsse nicht nur der Spielplatz und die Container-Anlage verschoben, sondern auch die Pflästerung des Vorplatzes zum Stürmeierhuus entfernt sowie ein Teil des höher liegenden Terrains abgegraben werden. Alleine diese Zusatzausgaben führen zu Mehrkosten von 25 000 Franken gegenüber dem Vorgängerprojekt.

Realisierung um ein Jahr verzögert

Da der Kredit, den die reformierte Kirchgemeinde bereits gesprochen hat, für das neue Projekt nicht mehr ausreicht, müssen die Mitglieder an der kommenden Kirchgemeindeversammlung erneut darüber befinden. Der Baubeginn war ursprünglich für den vergangenen Sommer vorgesehen. Durch die Neuprojektierung verzögert sich die Umsetzung um ein Jahr: «Wenn der Kredit bewilligt wird, können wir voraussichtlich im Februar 2013 mit dem Bau beginnen», sagt Meierhofer.

Die Kirchgemeindeversammlung der reformierten Kirche findet am 29. Oktober um 19.30 Uhr im Stürmeierhuus statt.