Weiningen
Neues Parkreglement und drei Kredite zum Föhrewäldli: Lange Versammlung steht bevor

Der alte Kindergarten Föhrewäldli in der Fahrweid ist abgerissen. Der neue wird heute an der Gemeindeversammlung wieder zum Thema.

David Egger
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Der alte Kindergarten Föhrewäldli ist abgerissen, der neue wird ab jetzt gebaut. Damit das Projekt wie geplant abgeschlossen werden kann, sind drei weitere Ergänzungskredite nötig, über die die Weininger Gemeindeversammlung heute Abend abstimmt.
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Am Mittwochmittag war der offizielle Spatenstich zu den Bauarbeiten für das neue Kindergartengebäude. Gemeindepräsident Hanspeter Haug (SVP) durfte am Spatenstich den Bagger bedienen. Am Donnerstagabend führt er durch die acht Traktanden der Gemeindeversammlung.
Die Bauarbeiten sind nicht immer ganz einfach, da der alte Kindergarten und das Quartierzentrum (links) aneinandergebaut waren. Auch der neue wird nun direkt ans Quartierzentrum gebaut. Vorerst muss das Quartierzentrum aber zur Sicherheit abgestützt werden.
Freuten sich über den Spatenstich: Der Weininger Schulvorsteher Mario Okle (parteilos), Gemeindepräsident Hanspeter Haug (SVP), Bauvorsteher Hans-Peter Stöckl (FDP) und Finanzvorsteher Rolf Bärenbold (FDP).
Von links: Finanzvorsteher Rolf Bärenbold (FDP), Bauvorsteher Hans-Peter Stöckl (FDP) sowie der Leiter Tiefbau und Werke der Gemeinde, Joël Inniger, und Schulpräsident Mario Okle (parteilos).
Von links: Philippe Käser (Polier der Leonhard Weiss Bau AG), René Zürcher (Bauleiter von der Unger und Treina AG) und André Treina (FDP), Architekt der Unger und Treina AG und Präsident der Weininger Rechnungsprüfungskommission (bei den Geschäften zum Kindergarten Föhrewäldli tritt Treina jeweils in den Ausstand).
Von links: Schulpflegerin Carmen Imfeld (zuständig für das Ressort Finanzen und Infrastruktur, Mitglied des Forums Weiningen), Irène Schmid (Vertreterin der Lehrpersonen), Schulpräsident Mario Okle (parteilos), Schulpfleger Manuel Rodriguez (zuständig fürs Ressort Fahrweid und Prävention, Mitglied des Quartiervereins Fahrweid).
Von links: Ranko Acimovic, Wirt des Restaurants Föhrewäldli, der Weininger Gemeindepräsident Hanspeter Haug (SVP), Werner Bösch vom Forum Weiningen und Martin Geistlich, Präsident der FDP Weiningen.
Von links: Hans-Ulrich Furrer, Präsident des Quartiervereins Fahrweid, Schulpräsident Mario Okle (parteilos) und Erich Schärer (Vizepräsident des Quartiervereins Fahrweid) sowie Karl Villiger (ebenfalls vom Vorstand des Quartiervereins Fahrweid).
Zahlreiche Behördenmitgleider waren am Spatenstich zugegen. Von links nach rechts: Ranko Acimovic (Wirt des Restaurants Föhrewäldli), Joël Inniger (Leiter Tiefbau und Werke der Gemeinde Weiningen), Manuel Rodriguez (Schulpfleger, zuständig für die Ressorts Fahrweid und Prävention, Quartierverein Fahrweid), Carmen Imfeld (Schulpflegerin, zuständig für die Ressorts Finanzen und Infrastruktur, Forum Weiningen), Irène Schmid (vertritt die Lehrpersonen), Werner Bösch (Forum Weiningen), Schulpräsident Mario Okle (parteilos), Gemeindepräsident Hanspeter Haug (SVP), Bauvorsteher Hans-Peter Stöckl (FDP), Finanzvorsteher Rolf Bärenbold (FDP), Hans-Ulrich Furrer (Präsident Quartierverein Fahrweid), Martin Geistlich (Präsident FDP Weiningen), André Treina (Architekt des neuen Kindergartens und Präsident der Rechnungsprüfungskommission Weiningen, FDP), Karl Villiger (Vorstandsmitglied Quartierverein Fahrweid) und Erich Schärer (Vizepräsident Quartierverein Fahrweid).
So sah der alte Kindergarten Föhrewäldli aus, als er noch in Betrieb war.
Das Gebäude wurde inzwischen abgerissen. Sehen Sie auf dem nächsten Bild, wie die gleiche Perspektive jetzt ausschaut.
Am Boden der Baugrube lässt sich gut erkennen, wie viel grösser das neue Kindergartengebäude ist.
Auf diesem Bild ist gut zu sehen, wie das Quartierzentrum Föhrewäldli, das bestehen bleibt, und das alte Kindergartengebäude einst aneinander gebaut wurden.
Das neue Kindergartengebäude wird im April 2019 fertig. Im Juni 2019 werden die Wohnungen oberhalb des Kindergartengebäudes fertig, im Dezember 2019 zieht dann der Schulpsychologische Dienst rechts der Limmat in seine Büros im neuen Kindergartengebäude.
Das Quartierzentrum bleibt soweit ganz normal bestehen. Einzige Änderung: Es soll zusammen mit dem neuen Kindergartengebäude an das Limeco-Regiowärmenetz angeschlossen werden, das von der Dietiker Kehrichtverwertungsanlage und vom Weininger Biomassekraftwerk der Firma Richi gespiesen wird. Über den Kredit dafür stimmt die Gemeindeversammlung am Donnerstag ab.
Bis 2019 das neue Kindergartengebäude fertig wird, findet der Föhrewäldli-Kindergarten-Unterricht in den Containern auf der Wiese nebenan statt.
«Wenn die Container weg sind, haben die Kinder endlich wieder eine grössere Spielwiese. Langfristig können wir nicht mit Provisorien arbeiten», sagte Schulpräsident Mario Okle im Mai 2016.

Der alte Kindergarten Föhrewäldli ist abgerissen, der neue wird ab jetzt gebaut. Damit das Projekt wie geplant abgeschlossen werden kann, sind drei weitere Ergänzungskredite nötig, über die die Weininger Gemeindeversammlung heute Abend abstimmt.

David Egger

Ratternde Maschinen hat der Weininger Landwirt und Gemeindepräsident Hanspeter Haug (SVP) von Berufs wegen schon unzählige geführt. Aber am Mittwoch bediente er auf der Baustelle des neuen Kindergartengebäudes Föhrewäldli erstmals einen Bagger. Und das nur zwei Wochen nachdem er am Gubrist-Ostportal die erste Sprengung für die dritte Tunnelröhre auslöste. Erst zögerlich, grub er dann doch gekonnt die Erde um. An der Haugschen Schaufelei hatten auch Schulpräsident Mario Okle (parteilos) und Bauvorsteher Hans-Peter Stöckl (FDP) Freude. «Jetzt starten die Bauarbeiten richtig», hielt Stöckl fest. Der Abriss des alten Föhrewäldli-Kindergartengebäudes ist mittlerweile fertig.

An der heutigen Gemeindeversammlung im Quartierzentrum Föhrewäldli beantragt nun der Gemeinderat unter Traktandum 3 drei weitere Ergänzungskredite.

Anschluss an Dietiker Wärme

Beim ersten geht es um die Beheizung des ganzen Quartierzentrums Föhrewäldli: Sie soll von ausländischem Heizöl auf die Regiowärme umgestellt werden, die von der Dietiker Kehrichtverwertungsanlage und dem Biomassekraftwerk der Weininger Firma Richi gespiesen wird. Dafür ist ein Kredit von 125 400 Franken beantragt. Neben der Umwelt spielen finanzielle Faktoren mit: Bei einer weiteren Beheizung mit Öl müsste in fünf Jahren der Heizkessel ersetzt werden. Zudem kann es beim Ölpreis und bei der CO2-Abgabe immer wieder zu Anstiegen kommen.

Die anderen Föhrewäldli-Ergänzungskredite betreffen die zwei Räume im Obergeschoss des neuen Kindergartengebäudes. Den einen bezieht der neue Schulpsychologische Dienst (SPD) rechts der Limmat voraussichtlich im Dezember 2019. Um die 160 Quadratmeter richtig auszustatten und einzurichten, braucht es 230 000 Franken, über die die Versammlung heute befindet. Notabene ist dies eine Investition, die sich über die Zeit amortisieren soll, da die Gemeinde Weiningen vom SPD einen Jahresmietzins von 25 000 Franken erhalten wird (inklusive Nebenkosten).

Neues Reservoir am Gubrist

Der zweite freie Raum soll in ferner Zukunft zum vierten Kindergartenraum im Föhrewäldli werden. Der Innenausbau ist aber jetzt geplant, damit die gemeinsame Spielgruppe plus von Weiningen und Geroldswil in diesen Raum einziehen kann. Ausbau und Ausstattung schlagen mit 120 000 Franken zu Buche – das ist der dritte Föhrewäldli-Ergänzungskredit, über den die Versammlung heute abstimmt. Der Kindergarten selber soll im April 2019 gebaut sein. Die Fertigstellung der Wohnungen oberhalb des Kindergartens ist für Juni 2019 geplant.

Noch nicht gebaggert wird im Gebiet Holeeberen oberhalb Weiningens. Dort, zwischen Guldiberg und der Gemeindegrenze zu Unterengstringen, soll das neue Wasserreservoir Gubrist entstehen. Es hat zum Ziel, dass der Wasserdruck in der Weininger Hochzone wieder genug hoch ist. Bisher war dies nicht der Fall, sodass manche Weininger Druckausgleichsanlagen in ihre Häuser eingebaut haben. Die Gemeindeversammlung stimmt nun über einen Projektierungskredit von rund 140 000 Franken ab. Weitere 24 000 Franken Projektierungskosten soll die Gemeinde Unterengstringen übernehmen – sie stimmt ebenfalls heute Abend darüber sowie über die 67 000 Franken schwere Projektierung des Unterengstringer Anschlusses an das neue Reservoir ab.

Neue Stelle für Sozialhilfebezüger

Weiter stimmt die Weininger Gemeindeversammlung als letzte der drei Mitgliedsgemeinden über die Auflösung des Zwecksverbands Gemeindeammann- und Betreibungsamt Geroldswil-Oetwil-Weiningen ab, der durch einen Anschlussvertrag ersetzt werden soll. Zudem steht die Vereinbarung mit Geroldswil über die Abwasserleitungen in der Fahrweid und die Bauabrechnung zum Tagesstrukturen-Ergänzungsbau des Primarschulhaus Schlüechti zur Debatte. Letztere schloss mit einer Kreditunterschreitung von 65 000 Franken. Ein weiteres Traktandum ist der Stellenplan der Gemeinde. Beantragt wird, eine vollamtliche Stelle für das Beschäftigungsprogramm für Sozialhilfebezüger und Asylbewerber einzurichten. Die Rechnungsprüfungskommission beantragt, diese neue Stelle auf zwei Jahre zu befristen. Zum Schluss steht die Genehmigung des Budgets an, das bei gleichbleibendem Steuerfuss ein Minus von 4,92 Millionen Franken vorsieht. Davon sind aber 4,2 Millionen ausserordentliche Abschreibungen.

Weiningen steht also eine lange Versammlung bevor. Kommen die drei Föhrewäldli-Kredite durch, könnte Schulpräsident Okle am Apéro danach bei erhobenem Glas seine Worte von gestern am Spatenstich wiederholen: «Auf leuchtende Kinderaugen!»

Das neue Parkplatzreglement ist parat

Als Sicherheitsvorsteher Martin Henke (Quartierverein Fahrweid) an der letzten Gemeindeversammlung im Juni beantragte, das neue Weininger Parkplatzreglement zu genehmigen, stellten die Stimmberechtigten mehrere Forderungen, die im Reglement nicht enthalten waren. Beim Gemeinderat stiessen sie auf Wohlwollen. So beantragte Präsident Hanspeter Haug (SVP) erfolgreich, die Abstimmung zwecks Überarbeitung des Reglements zu vertagen. Nun ist das überarbeitete Reglement bereit. Die Gemeindeversammlung stimmt heute darüber ab. Neu ist vorgesehen, dass auch Auswärtige tageweise Parkkarten kaufen können – zum Beispiel Familienbesucher oder auswärtige Handwerker. Wichtigstes Ziel ist nach wie vor, gegen Dauerparkierer und Parkplatz-Missbrauch vorzugehen, stehen doch gerade an der Brunaustrasse oft ausserkantonale Autos auf den öffentlichen – heute kostenlosen – Parkplätzen, die eigentlich für einheimische Steuerzahler gedacht sind. (deg)

Gemeindeversammlung Weiningen: Donnerstag, 7. Dezember, um 19 Uhr im Quartierzentrum Föhrewäldli an der Brunaustrasse in der Fahrweid. Den Bericht von der Versammlung finden Sie am Freitag in der Limmattaler Zeitung.