Geroldswil
Neues Kinderbuch hilft Eltern ihre Kleinsten zu erziehen

Aus einem Projekt für Sprachförderung entstand ein Kinderbuch mit Fingerspielen. Illustrator Hansjörg Menziger freut sich auf die Vernissage in der Bibliothek.

Sarah Serafini
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Susi Leuenberger, Hansjörg Menziger und Brigitte Meili-Bühlmann präsentieren ihr Kinderbuch «Mit em chline Igel Muck unterwägs!»

Susi Leuenberger, Hansjörg Menziger und Brigitte Meili-Bühlmann präsentieren ihr Kinderbuch «Mit em chline Igel Muck unterwägs!»

Sarah Serafini

Hansjörg Menziger lächelt. Zum ersten Mal hält er das fertige Buch in den Händen. «Wie findest du die Farben?», fragt Brigitte Meili-Bühlmann, die Autorin des Buches.

Vernissage

Kinderbuchvernissage in der Bibliothek Geroldswil. Apéro ab 13 Uhr, Vernissage ab 16 Uhr

«Sie sind schön geworden», meint Menziger und streicht mit der Hand über das Titelbild. Die letzten Monate hat er in seinem Atelier gesessen und gemalt, hat Ideen gesammelt und wieder verworfen. Herausgekommen ist das Kinderbuch «Mit em chline Igel Muck unterwägs!»

Begonnen hat alles bei Susi Leuenberger. Die Geroldswiler Bibliothekarin beschloss vor drei Jahren, sich an einem Projekt für die Sprachförderung von Kleinkindern zu beteiligen.

Mit ins Boot holte sie damals die Pädagogin Brigitte Meili. Einmal im Monat organisierten die beiden Frauen einen Morgen in der Bibliothek Geroldswil für Kinder, wo Meili Verse, Reime und Fingerspiele vortrug.

«Heile, heile Säge, drü Tag Räge...»

«Kinder lernen sehr viel mittels Bilder und Bewegungen, die sie mit Worten verbinden können. Fingerverse und Reime sind dafür optimal», sagt Meili. Dabei denke sie an ihre eigenen Kinder, die noch heute die Verse lieben, die ihnen früher am Bett vorgetragen wurden.

Für die monatlichen Anlässe in der Bibliothek suchte Meili jeweils Verse zusammen oder schrieb gleich selbst welche. Daraus ist jetzt eine Sammlung in der Form eines Kinderbuchs entstanden.

Eine wichtige Rolle dabei spielte das Plüschtier «Muck». Meili benutzte es jeweils für ihre Sprachförderungs-Lesungen in der Bibliothek. Im Kinderbuch ziert der Igel nun das Titelbild.

Gestaltet hat dieses Hansjörg Menziger. Der passionierte Maler, ehemalige Lehrer und Ausbildner kennt sich aus in seinem Metier. Jahrzehntelang hat er Schülern und Studenten das Gestalten und die Kunst näher gebracht.

An der Geschichte vom Igel Muck hat der 77-Jährige mit Herzblut gearbeitet. Schmunzelnd sagt er: «Im Februar war ich keinen Tag draussen.» Es sei durchaus auch vorgekommen, dass er nachts nicht schlafen konnte und plötzlich wieder eine Idee für eine Skizze hatte. «Sprüche zu illustrieren ist eine Herausforderung», sagt Menziger.

Das dreiköpfige Team ist mit dem Ergebnis seiner Arbeit zufrieden. Nun freuen sie sich, ihr Buch zu präsentieren. Menziger sagt: «Es tut gut, das Buch endlich in den Händen zu halten.»

Neben der Sprachförderung soll das Kinderbuch Eltern helfen, Fingerspiele und Verse in den Alltag einzubinden. Meili sagt: «Ob am Wickeltisch oder für das Abendritual im Bett; es gibt für jede Situation das passende Versli.»