Im Frühling sollen im Birmensdorfer Industriegebiet Ristet nicht nur Werkzeugsgeräusche zu hören sein, sondern auch Lieder und Gebete: Der tamilische Verein Sri Ayyappan Devasthanam Swiss will dort einen hinduistischen Tempel eröffnen. Die Vereinsmitglieder Jeyakamtaham Jeyarajah und Mahendiran Thiyagaraja kümmern sich um das Projekt und haben bei der Gemeinde Birmensdorf ein entsprechendes Gesuch eingereicht.

Der Verein will eine ehemalige Druckerei an der Hans-Stutz-Strasse 1 in ein Gotteshaus verwandeln. «Wir sind dankbar, dass wir den Tempel in Birmensdorf eröffnen dürfen. Der Ort ist sehr schön und ruhig. Da fast keine Menschen im Industriegebiet wohnen, werden wir kaum jemanden stören», sagt Jeyarajah.

Ein zweiter Grund für den gewählten Standort sei die gute Erreichbarkeit des zukünftigen Tempels. «Da viele Tamilen in den Gemeinden Mettmenstetten, Bonstetten und Affoltern am Albis wohnen, können sie den Tempel innert kurzer Zeit erreichen», sagt Jeyarajah. Erwartet werden aber auch Familien aus dem Zürcher Oberland und der Stadt Zürich.

Gesuchsteller und Vereinsmitglied Mahendiran Thiyagaraja im künftigen Tempel.

  

Nur am Abend offen

Jeyarajah und Thiyagaraja wollen die 30 bis 50 Gäste jeweils am Abend willkommen heissen. «Die Gebete sollen zwischen 18 und 21 Uhr im vierten Stock stattfinden», präzisiert Thiyagaraja. Ausser dem Gebetsraum haben sie weitere Räume gemietet. In diesen Räumen sind jeweils eine Küche, ein Aufenthaltsraum und ein Büro vorgesehen.

Die Bauarbeiten sind zwar noch im Gange, aber die Wände und die Decke, die handbemalt sind, verleihen den Räumen bereits heute eine farbenfrohe Aura. «Was wir hier machen wollen, ist in der Schweiz einzigartig», sagt Jeyarajah. «Wir werden endlich einen Ort haben, in dem wir während der Fastenzeit zwischen November und Januar täglich beten, singen und uns ausruhen können. Das gibt es in der Schweiz bisher noch nirgends», führt Jeyarajah weiter aus.

Sein Ziel ist es, für den Gott seiner hinduistischen Glaubensrichtung Sri Ayyappan Swamy einen eigenen Tempel zu bauen.