Geroldswil
Neues Elektrofahrzeug: Reinigungsarbeiten werden leiser und umweltfreundlicher

Die Reinigungsarbeiten in der Gemeinde Geroldswil werden leiser und umweltfreundlicher dank einem neuen Elektrofahrzeug. Die Batterie reicht für zwei Arbeitstage aus.

Cynthia Mira
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Gestern um acht Uhr morgens drückte der Verkaufsleiter Matthias Baumann den Schlüssel dem Gemeinderat Andreas Gabi in die Hände

Gestern um acht Uhr morgens drückte der Verkaufsleiter Matthias Baumann den Schlüssel dem Gemeinderat Andreas Gabi in die Hände

Cynthia Mira

Ab sofort steht der Gemeinde Geroldswil ein elektrisch betriebenes Kommunalfahrzeug zur Verfügung. Klein aber fein präsentierte sich Auto gestern morgen vor dem Werkhof. Ausgestattet ist das schwarz-weisse Modell mit einer grösseren Ladefläche, damit die täglichen Reinigungs- und Abfalltouren und weitere saisonalbedingte Unterhaltsarbeiten in der Gemeinde getätigt werden können. Matthias Baumann, Verkaufsleiter der Ad. Bachmann AG, übergab den Schlüssel an den sichtlich erfreuten Geroldswiler Gemeinderat Andreas Gabi (FDP).

Insgesamt 54 200 Franken kostete das neue Elektromobil. Bereits im Sommer entschied sich der Gemeinderat für die Neuanschaffung eines kleineren Kommunalfahrzeuges, nachdem beim Vorgängermodell grössere Investitionen hätten getätigt werden müssen. Zudem fuhr das alte Fahrzeug, das 2008 in Betrieb genommen wurde, noch mit Benzin. «Es ist heutzutage sehr wichtig, auch die Aspekte des Umweltschutzes zu berücksichtigen», äusserte sich Gabi. So können mit dem neuen Fahrzeug Treibhausgase eingespart werden. Zudem könne das Auto ganz einfach beim Werkhof über eine normale Steckdose aufgeladen werden. «Nach einem Tag ist die Batterie nur zu fünfzig Prozent aufgebraucht. Das heisst, man kann damit zwei Tage fahren, bevor sie wieder aufgeladen werden muss», führte er aus. Diese Leistung werde erst nach 2000 Ladungen etwas sinken.

Es ist heutzutage sehr wichtig, auch die Aspekte des Umweltschutzes zu berücksichtigen.

(Quelle: Andreas Gabi Gemeinderat Geroldswil)

Die Mehrkosten für das Elektromobil fliessen indirekt zurück

Gabi betonte weiter, dass sich die grössere Investition lohnen würde: «Die etwas höheren Kosten gegenüber einem Fahrzeug mit einem Benzinmotor rechnen sich damit, dass dafür keine späteren Ausgaben erfolgen. So fliesst das investierte Geld indirekt zurück, wenn man die Kosten beispielsweise für Tankfüllungen bedenkt», sagte er. Solche Zahlungen werde es künftig keine geben. In einer Testphase wurde neben diesem Modell noch ein weiteres Elektrofahrzeug eines anderen Anbieters geprüft. Ein Auto, das in der Anschaffung auch günstiger gewesen wäre. Man entschied sich aber dagegen. «Wir haben die beiden Fahrzeuge über eine Woche lang getestet und bei diesem Modell merkte man die Qualität sofort», erzählte Marco Kühn, Abteilungsleiter für Bau und Werke in Geroldswil. So habe sich der Unterschied etwa bei der leiseren Handhabung, der ganzen Innenausstattung und dem Material gezeigt. «Es war deshalb besser 5000 Franken mehr auszugeben», so Kühn. Dieses neue Elektromobil sei nun ideal für Ausfahrten bei engen Verhältnissen, etwa im Geroldswiler Zentrum. Man habe bei der Auswahl auch auf die Wendigkeit und Grösse achten müssen. Einzig wenn das Fahrzeug im Rückwärtsmodus fährt, macht es entsprechend laute Piepsgeräusche. «Damit sind eben auch die sicherheitsrelevante Aspekte abgedeckt», entgegnete Kühn.

In einer Testphase wurde neben diesem Modell noch ein weiteres Elektrofahrzeug eines anderen Anbieters geprüft.

In einer Testphase wurde neben diesem Modell noch ein weiteres Elektrofahrzeug eines anderen Anbieters geprüft.

Cynthia Mira

Die Batterie lädt sich bei steileren Abhängen von alleine auf

«Die Lieferung war schlicht erst ein halbes Jahr später möglich, weil die Nachfrage für dieses Modell so gross ist», führte Baumann aus und scherzte dann: «Auf der Tragfläche hinten könnte man auch einen Pizzaofen installieren.» Das habe ein anderer Käufer beispielsweise gemacht. Zudem hob er einen weiteren Pluspunkt hervor: «Bei steilen Abhängen lädt sich die Batterie wieder von alleine auf.»

Die restlichen 800 Franken des bewilligten Budgets in der Höhe von 55 000 Franken entfallen auf Beschriftungsarbeiten und Diverses, wie aus Gemeinderatsbeschluss vom August hervorgeht. So ist beispielsweise das Logo der Gemeinde auf der Aussenseite der Fahrertür angebracht.