Die 1965 gebaute Bruder-Klaus-Kirche ist wieder in Schuss. Von Juli bis Oktober 2012 erfolgte die Aussensanierung. Dieses Jahr, vom 18. April bis Ende August, war die Innensanierung dran. Die Aussensanierung kostete 970 000 Franken, die Innensanierung eine Million Franken. Die Kredite konnten dabei eingehalten werden.

Über das Gesamtergebnis zeigt sich Kirchenpflegepräsident Christian Tomasi zufrieden: «Wir wollten die Bruder-Klaus-Kirche erneuern, erfrischen und moderat anpassen.» Das Vorhaben scheint gelungen, wie ein Augenschein vor Ort beweist.

Auffallend ist das Chorbild von Eva Pauli, das dem Kirchenraum Charakter verleiht. Der Urdorfer Architekt Günter Schröder vom Architekturbüro Meyer erklärt, dass es einst unsachgemäss gereinigt wurde und seither beschädigt war. Zusammen mit einer Spezialfirma hat die Künstlerin Eva Pauli das Bild wieder instand gesetzt. Es ist jetzt mit einer Schutzschicht überzogen.

Marienkapelle aufgewertet

«Die Sanierung hat unsere Erwartungen erfüllt», erklärt Robert Eigenmann, Vizepräsident der Kirchenpflege. Viel habe man nicht verändern können. «Ausser in der Marienkapelle», ergänzt Kirchenpflegepräsident Christian Tomasi. «Ja, das ist das Pünktchen auf dem i», so Eigenmann über das neue Bijou der Kirche.

Was die beiden Verantwortlichen derart freut, ist der leichte Umbau der Marienkapelle. Für die Marienfigur entstand eine neue Erkernische mit einem Glasoblicht. Betritt man den Raum, erblickt man die Figur sofort.

Architekt Günter Schröder: «Dieser Raum beherbergt mehrere Symbole. Erstens läuft man direkt auf die Statue zu, zweitens sieht man dann das Marienfenster, dessen Lichtspiele die Figur beleuchten.» Den Leuten gefalle die neue Kapelle: «Wir haben keine negativen Reaktionen gehört», freut sich Eigenmann, zumal die Kapelle zur Hauptkirche mehr geöffnet werden kann.

Ganz ohne Probleme ging der Kirchenumbau nicht über Bühne. So hatte man früh festgestellt, dass der Boden ersetzen werden müsse, was Zusatzkosten mit sich brachte. Der Kaltbitumenbelag, ein Industrieprodukt, musste durch einen Gummigranulatbelag ersetzt werden, wie er auch im Stadthaus Schlieren verlegt ist. Nun sehe es so aus, als ob der Belag «immer schon dort gewesen» sei, so Schröder.

Frisch strahlen auch die Bänke. Sie wurden komplett abgeschliffen, sodass das Holz bestens zur Geltung kommt. Weg sind die Sitzkissen, welche die ganzen Bänke bedeckten. «Neu wird es Einzelkissen geben», sagt der Kirchenpflegepräsident - auch dies aus ästhetischen Gründen.

Tieferer Energieverbrauch

Als sehr wichtig bezeichnet der Kirchenpflegepräsident die wärmetechnische Sanierung der Kirche. Das grösste Betonfenster, das Bruder-Klaus-Fenster, wurde von aussen mit einer Dreifach-Vorverglasung gegen Wärmeverlust geschützt, ebenso wurden normale Fenster durch Isolationsfenster ersetzt. Zudem nahm man Wärmedämmungen an verschiedenen Gebäudeteilen vor.

Neu ist auch das Heizregime. Im Winter wird im Kirchenraum eine Grundlastheizung von zehn bis zwölf Grad installiert. Diese kann bei Bedarf, zum Beispiel für Messen, mittels Luftheizung auf 16 bis 18 Grad erhöht werden. Die Kapelle, die täglich benutzt wird, wird auf einer angenehmen Raumtemperatur gehalten. Die Kirche rechnet mit Heizeinsparungen von rund 25 Prozent.