Spital Limmattal
Neuerung im Spital Limmattal: Nun geht es ans Pflegezentrum

Das Pflegezentrum soll durch Kompetenzzentrum mit Fokus auf komplexe Erkrankungen ersetzt werden.

Sophie Rüesch
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Das Pflegezentrum soll durch Kompetenzzentrum mit Fokus auf komplexe Erkrankungen ersetzt werden.

Das Pflegezentrum soll durch Kompetenzzentrum mit Fokus auf komplexe Erkrankungen ersetzt werden.

Spital Limmattal

Wer dieser Tage durch die Baustellen-Guckfenster beim Spital Limmattal blickt, sieht den Neubau allmählich in die Höhe wachsen. Doch während auf der «LimmiViva»-Baustelle emsiger Betrieb herrscht, denken die Spitalverantwortlichen bereits einen Schritt weiter: Diese Woche genehmigte die Delegiertenversammlung des Spitalverbands einstimmig einen Kredit in der Höhe von 150 000 Franken, um für das weitere Verfahren mit dem Pflegezentrum eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Denn eines steht schon seit einiger Zeit fest: Das Pflegezentrum, das nur unwesentlich jünger als das bald ausgediente Spitalhochhaus ist, muss entweder totalsaniert oder durch einen Neubau ersetzt werden.

Künftig engere Zusammenarbeit

Das neue Pflegezentrum soll ein Kompetenzzentrum mit Fokus auf komplexe Erkrankungen werden. Dieses gewinnt nicht zuletzt auch im Hinblick auf die künftig engere Zusammenarbeit der Limmattaler Gemeinden in der Alters- und Pflegeversorgung an Bedeutung. Mit Ausnahme von Birmensdorf und Aesch hatten die Exekutiven der Bezirksgemeinden vor rund einem Jahr eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

Auch dem Budget 2016 gaben die Delegierten ihren Segen. Bei einem Betriebsaufwand von rund 160 Millionen Franken und und einem Betriebsertrag von rund 180 Millionen liegt der budgetierte Umsatz im Vergleich zur Rechnung des Jahres 2014 rund 15 Millionen Franken höher. Das ist auch nötig, denn um die Finanzierung des Spitalneubaus – dieser kostet insgesamt 270 Millionen Franken – sicherzustellen, muss das Spital einen genügenden Gewinn erarbeiten. Dies könne mit dem Budget 2016 und dem weiterführenden mittelfristigen Finanzplan auch gewährleistet werden, erklärte Oliver Kopp, Leiter Finanzen und Administration. Zum prognostizierten guten Ergebnis führt vor allem die erwartete Steigerung der Fallzahlen im Akutspital. Doch auch Pflegezentrum, Nebenbetriebe und das Neubauprojekt sollen die guten finanziellen Ergebnisse halten können.

Auch für das laufende Jahr konnte Kopp den Delegierten erfreuliche Zahlen präsentieren. Gegenüber dem dritten Quartal 2014 verzeichne man im Akutspital bei einer «moderaten Erhöhung der Ressourcen» einen markant besseren Umsatz.