Bonbons, Blumen, Plüschtiere: Ungewohnte Gegenstände flogen am Samstag und Sonntag auf die Kunsteisbahn Weihermatt. Es waren Geschenke für die Läuferinnen und Läufer der Kürkonkurrenz, die dieses Jahr zum 49. Mal stattfand. Und das mit 187 Teilnehmenden. «Das ist neuer Rekord», sagte Luk De Crom, Präsident des Eislaufclubs Urdorf.

Die meisten Teilnehmenden stellte dabei nicht mal der EC Urdorf, der Organisator des Wettkampfs, sondern der EC Thun. 40 Läuferinnen und Läufer waren aus dem Kanton Bern ins Limmattal gereist. Ihre Anfahrt war weit, doch nicht die weiteste: Eine Läuferin kam aus dem Kanton Fribourg und eine andere gar aus dem Kanton Genf. Dass die Urdorfer Kürkonkurrenz bis in die Westschweiz bekannt ist, hat aus Sicht von De Crom verschiedene Gründe. «Ich denke, es hat mit der Atmosphäre in Urdorf zu tun», sagte er. «Und auch damit, wie wir die Leistungen der Läuferinnen und Läufer würdigen.» So gebe es für die drei Erstplatzierten der jeweiligen Kategorie einen Pokal und für alle eine Medaille.

Und von diesen wurden am Sonntag viele verteilt. Denn an diesem zweiten Tag der Kürkonkurrenz, der für die SEV-Läuferinnen und -Läufer reserviert war, zeigten über 100 Kinder und junge Erwachsene ihr Können, womit die Kapazitätsgrenze erreicht war.
Mehr ginge nicht, sofern man den Zeitplan einhalten wollen, so De Crom. Schon um acht Uhr morgens standen die ersten auf dem Eis, die letzten hatten ihre Kür erst nach 19 Uhr. «Es ist alles sehr eng und knapp bemessen», so De Crom.

«Beste Saison meiner Karriere»

Im Gegensatz zum Samstag, als die Sternli-Kategorien starteten. Da gab es wie bereits im Vorjahr noch Lücken im Teilnehmerfeld. «Deshalb waren wir auch früher fertig als geplant», sagte De Crom. Er schätzt, dass man rund 40 Läuferinnen und Läufer noch hätte fahren lassen können, ohne dass das Spiel des EHC Urdorf gegen die GCK Lions tangiert worden wäre, das am selben Abend stattfand.

In Bezug auf die Anzahl der Teilnehmenden liess der Samstag also zu wünschen übrig. Aus Urdorfer Sicht war dennoch sehr erfreulich. Sieben Podestplätze holten die Limmattaler an ihrem Heimwettkampf. In den Kategorien 4. Sternli Mädchen Jüngere und 4. Sternli Mädchen Ältere gewannen sie sogar: Vera Studer holte sich den ersten Platz bei den Jüngeren, Moira Fasola bei den Älteren. «Ich bin überwältigt», sagte EC-Urdorf-Trainer Fabrizio Urso. «Wir haben schon während der ganzen Saison abgeräumt und jetzt auch bei der Kürkonkurrenz. Das ist die beste Saison, die ich in meiner Karriere als Trainer erlebt habe.» Worauf führt er diesen Erfolg zurück? «Für mich sind es die gute Stimmung, die im Team herrscht, die klaren Strukturen und auch das Trainerteam, das sehr gut zusammenarbeitet.»

Hoffen auf neuen Rekord

Auch De Crom lobte die Leistungen der Urdorferinnen und Urdorfer. «Unser Ziel war es, dass sie das zeigen, was sie können, und das haben sie geschafft, ja sogar übertroffen.» Und sie hätten sich auch selbst belohnt. «Die Kinder geben sich während des Jahres so viel Mühe im Training», sagte De Crom. «Es ist schön, wenn sich das in den Resultaten ausdrückt.»
Schön wäre es für die Organisatoren natürlich auch, wenn die Urdorferinnen und Urdorfer ihren Erfolg nächstes Jahr wiederholen könnten, wenn die 50. Jubiläumsausgabe der Kürkonkurrenz ansteht. Die Konkurrenz dürfte nach De Croms Geschmack allerdings grösser sein: «Ich hoffe, dass wir bei den Teilnehmenden die 200er-Marke knacken werden. Das würde doch passen zur 50. Ausgabe.»