Stattdessen wurde kürzlich in einer Bauausschreibung bekannt, dass anstelle der Alterswohnungen, eine private Pflegeinstitution entstehen soll. Sie wird von der Urdorfer Firma Almacasa betrieben und bietet Platz für 25 Bewohner. Geplant sind sowohl Einzelzimmer als auch Studios. Die Almacasa hat bereits in Weisslingen bei Winterthur Wohnmöglichkeiten für ältere Menschen im Angebot, im aargauischen Reinach ist ein weiteres Projekt in Planung.

Laut Geschäftsführer Vincenzo Paolino handelt es sich bei seinem Betriebskonzept um eine neue Wohnform für ältere Menschen. «Dadurch, dass die Bewohner maximal in Zehnergruppen leben, können sie an einem sinnstiftenden Alltag teilnehmen», sagt er. Bereits beim Projekt in Winterthur habe man mit der Liegenschaftsbesitzerin Agensa Familia AG zusammengearbeitet, sagt er weiter.

Mehr Auflagen an Projekt

«Die Almacasa hat einem Ausschuss des Gemeinderats einen Teil des Konzepts präsentiert. Da neu keine Wohnungen für den freien Markt mehr gebaut werden, muss zuerst die Nutzungsänderung zu einer Pflegeinstitution geprüft werden», sagt René Beck, Oberengstringer Bauvorstand. Es gebe diverse Mehraufwände für eine Pflegeeinrichtung, sagt er weiter.

So gelten beispielsweise andere feuerpolizeilichen Auflagen und eine Absicherung des Aussenraums muss gewährleistet sein, da das Angebot der Almacasa «besonders für Menschen mit Demenz» ausgerichtet ist. Laut Beck wird der Entscheid, ob die Nutzungsänderung erlaubt wird, an der nächsten Baukommissionssitzung Ende November geprüft und dann dem Gemeinderat zum Entscheid vorgelegt. Wann dieser Entscheid gefällt wird, ist noch offen.

Bezug im Juni 2014

Vincenzo Paolino hofft, dass das Haus im Juni 2014 bezogen werden kann. Bis dahin muss die kantonale Gesundheitsdirektion noch das Betriebskonzept für Oberengstringen absegnen. Paolino macht sich jedoch keine Sorgen, da es beim Standort in Weisslingen keinerlei Beanstandungen gegeben habe.