Dietikon

Neue Reppischbrücke: Jetzt fehlt noch das letzte Stück Geländer und etwas Asphalt

Hier gut zu sehen: Das abgerundete Schlussstück des Geländers ist zurzeit noch ein Provisorium aus Holz. Innert maximal drei Wochen soll die endgültige Metallversion montiert werden.

Bald ist die Reppischbrücke im Dietiker Oberdorf fertig erneuert.

Zwar wurden beide Fahrtrichtungen der erneuerten Brücke über die Reppisch im Dietiker Oberdorf am 6. September dem Verkehr übergeben. Und am 10. September wurde die Hilfsbrücke, die während des Baus nötig war, demontiert, und danach deren Widerlager.

Aber die Arbeiten waren damit noch nicht abgeschlossen. So verfügt die Brücke erst seit einer Woche über einen Fussgängerstreifen. Damit ist die Erneuerung aber auch noch nicht fertig, wie der zuständige Ingenieur Kurt Funk bestätigt.

So sind die beiden Trottoirs auf der Brücke noch nicht überall asphaltiert. Provisorisch sorgen Holzelemente dafür, dass man zum Beispiel auch mit dem Kinderwagen gut übers Trottoir gehen kann. «Die Asphaltierung dieser Teilbereiche war für letzten Mittwoch geplant, doch musste das wegen des starken Regens verschoben werden», erklärt Funk.

Zudem sind drei der abgerundeten Enden der Brücke zurzeit noch mit Holz- statt mit Metallgeländern gesichert. Innerhalb der nächsten drei Wochen wird das Holz aber dem Metall Platz machen.

Auch an den beiden Ufern gab es nach der Öffnung der Brücke für den Verkehr noch einiges zu tun. Sie mussten grundsätzlich wieder das gleiche Profil haben wie vor den Bauarbeiten, damit das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Umwelt (Awel) sie absegnet. Inzwischen sind die Ufer auch angesät.

Erneuerte Brücke soll nun mindestens 80 Jahre halten

Wie lange wird die instandgestellte Brücke halten? Funk: «Das hängt auch vom Schwerverkehrsaufkommen ab. Die alte Brücke wurde 90 Jahre alt. Üblich sind 80 Jahre, aber mit der neuen Brückenabdichtung könnte sie noch länger halten.»

Zu reden im Oberdorf gibt vor allem die Breite der Fahrbahn: Sie kommt vielen enger vor. Funk vermutet eine optische Täuschung. Denn die Fahrbahn ist gleich breit wie vor der Instandstellung der Brücke. «Weil wir die Trottoirs verbreitert haben, kann die Fahrbahn enger wirken. Das ist aber rein optisch. Auf der westlichen Seite der Brücke ist die Kreuzung mit der Bergstrasse, und auf der Steinmürlistrasse beginnt gleich der Einlenker zur Gyrhaldenstrasse. Das alles braucht viel Platz und lässt die Brücke optisch kleiner wirken», so Funk. Das Gleiche gelte für die östliche Seite: Dort ist die Oberdorfstrasse relativ breit wegen der Haltenische der Bushaltestelle Oberdorf.

Die Trottoirs waren vor der Instandstellung relativ eng. Nun kommen am Fussgängerstreifen wartende Passanten und solche, die auf dem Trottoir über die Brücke laufen, besser aneinander vorbei. Aber wieso hat man die Fahrbahn nicht auch verbreitert? «Wegen des Fussgängerstreifens besteht hier kein Grund, schnell zu fahren», sagt Funk. Zudem hätte man bei einer noch breiteren Brücke die Kreuzungen beidseits der Brücke auch gröber anpassen müssen. Und das wäre dann keine BrückenInstandstellung mehr, sondern ein grösserer Strassenausbau.

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