Kantonsschulen

Neue Preise in der Mensa rufen die Politik auf den Plan

Auf Anfang Jahr wurden in der Mensa der Kantonsschule Limmattal die Preise erhöht.

Auf Anfang Jahr wurden in der Mensa der Kantonsschule Limmattal die Preise erhöht.

Drei SP-Kantonsrätinnen stören sich daran, dass man in der Kantonsschule Limmattal mehr bezahlt als etwa im «Rämibühl» in Zürich.

Die Mensa-Preise in der Kantonsschule Limmattal in Urdorf stossen drei SP-Kantonsrätinnen sauer auf. Denn diese wurden mit Schulbeginn anfangs Jahr durch Beschluss des Mittelschulbildungsamt des Kantons Zürich für Schülerinnen und Schüler um 11 Prozent und für das Schulpersonal um 36 Prozent erhöht. Und dies gegen den Willen der Schulleitung und des Betreibers der Mensa sowie ohne ökonomische Notwendigkeit, wie zu vernehmen sei, schreiben die Kantonsrätinnen Michèle Dünki-Bättig (Glattfelden), Rosmarie Joss (Dietikon)und Carmen Marty Fässler (Adliswil) in einer Anfrage an den Regierungsrat.

Sie stossen sich vor allem daran, dass durch den erfolgten Aufschlag zusätzlich eine schon länger bestehende Diskriminierung der Kantonsschule Limmattal noch verschärft worden sei. Denn die Preise der Mensa in der Kanti Limmattal seien im Vergleich mit den umliegenden Kantonsschulen stets viel höher gewesen.

Woher rühren die Preisunterschiede?

«Neu bezahlen eine Schülerin oder ein Schüler der Kantonsschule Limmattal für ein einfaches Mittagessen 36 Prozent mehr, als sie in der Kanti Rämibühl dafür bezahlen müssten», rechnen die drei Kantonsrätinnen vor. Es stelle sich die Frage, weshalb die «Goldküste» und der «Züriberg» – das Einzugsgebiet des «Rämibühls» – mehr kantonale Subventionen für Mensa-Preise erhalte. Und, weshalb Eltern, die ihre Kinder in die Kantonsschule Limmattal schicken, im Jahre einige hundert Franken – pro Kind etwa 460 Franken – mehr für den Schulbesuch ihrer Kinder aufwenden müssten als Eltern vom «Züriberg» oder der Goldküste?

Vom Regierungsrat wollen sie nun unter anderem wissen, wie er sich die preislichen Unterschiede bei der Verpflegung zwischen den Kantonsschulen erkläre. Weiter wollen sie wissen, weshalb nicht im ganzen Kanton für alle Schülerinnen und Schüler und Angestellten die gleichen Bedingungen für eine verbilligte Mahlzeit gelten. Eine Kantonsschule wie jene in Urdorf, die nahe bei der Stadt liege, habe dadurch, dass Eltern mehrere hundert Franken mehr bezahlen müssten als an einer Kantonsschule in der Stadt Zürich, einen erheblichen Standortnachteil. Zudem interessiert die drei Kantonsrätinnen, warum das vertragliche Mitspracherecht der Schulen teilweise ignoriert worden sei.

Meistgesehen

Artboard 1