Weiningen
Neue Kita im Limmattal: Ein 24-Stunden-Dienst ist bereits geplant

Bald öffnet die Kindertagesstätte Zauberegge ihre Tore – sie verfolgt ehrgeizige Ziele: so sind unter anderem ein 24-Stunden-Dienst und ein Mittagstisch bereits in Planung.

Sandro Zimmerli
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Das Team der Kindertagesstätte Zauberegge : Die kaufmännische Leiterin Dominique Buff, Miterzieherin Roxy Zollinger und Krippenleiterin Rebecca Ottiger.

Das Team der Kindertagesstätte Zauberegge : Die kaufmännische Leiterin Dominique Buff, Miterzieherin Roxy Zollinger und Krippenleiterin Rebecca Ottiger.

Sandro Zimmerli

Die Fahrweid ist in Bewegung. Rund 130 Wohnungen werden in den kommenden Monaten entstehen. Ab dem Schuljahr 2015/2016 braucht es im Quartier deshalb einen dritten Kindergarten. Bereits in wenigen Tagen eröffnet die Kindertagesstätte Zauberegge ihre Tore unweit des Quartierzentrums Föhrewäldli. Es ist die erste ihrer Art in Weiningen.

Noch aber wird in der ehemaligen Gewerbeliegenschaft an der Querstrasse 15 fleissig gebaut, damit zum Schulbeginn die ersten Kinder aufgenommen werden können. «Insgesamt stehen 24 Betreuungsplätze für Kinder ab drei Monaten bis zum Kindergarteneintritt zur Verfügung», sagt Krippenleiterin Rebecca Ottiger.

Neben verschiedenen Spielsachen und einem grossen Essraum wird das Angebot unter anderem auch zwei Schlafzimmer, einen Gruppenraum und ein Gesundheitszimmer umfassen. «Dort können wir Kinder, die plötzlich krank werden, pflegen. Denn viele Eltern können nicht auf Abruf einfach den Arbeitsplatz verlassen und ihre Kinder abholen», so Ottiger.

Nach einem Jahr sei gar vorgesehen , einen 24-Stunden-Betreuungsdienst für vier bis fünf Kinder anzubieten. «Viele Eltern, gerade im Limmattal, arbeiten Schicht und sind froh über solche Dienste», sagt Ottiger.

Für das ganze Quartier gedacht

Damit ist die Angebotspalette allerdings noch nicht ausgeschöpft. Denn der «Zauberegge» soll mehr als nur eine Kindertagesstätte sein. Geplant sind auch ein Hort und ein Mittagstisch für Kindergartenkinder und Primarschüler.

«Ein Koch wird täglich frische Mahlzeiten in unserer Küche zubereiten», sagt die Krippenleiterin. Als Konkurrenz zum bereits bestehenden Mittagstisch der Primarschule Oetwil-Geroldswil will man das Angebot aber nicht verstehen. «Wir sehen den Mittagstisch als Ergänzung», so Ottiger. Den Schülern stehe überdies ein Hausaufgabenzimmer zur Verfügung.

Überhaupt sei man darum bemüht, für das ganze Quartier da zu sein. Mit der Primarschule Weiningen und der politischen Gemeinde stehe man bereits in engem Kontakt. «Dort freut man sich über uns», sagt Ottiger.

Auch bei den Vereinen habe man sich schon vorgestellt. Denn zusätzlich zu den Räumlichkeiten der Kindertagesstätte befindet sich im Gebäude noch eine ehemalige Lagerhalle, die derzeit in einen Mehrzweckraum umfunktioniert wird. «Dort bieten wir Zumba- und Tanzkurse an», sagt die kaufmännische Leiterin Dominique Buff.

Es sei auch geplant, eine Lounge und eine Bar einzurichten. «Wir können uns vorstellen, dass der Raum für verschiedene Anlässe gemietet werden kann. Zudem sei vorgesehen, Kurse für Eltern anzubieten. «Das können Vorträge oder Workshops zu aktuellen Erziehungsthemen sein», so Buff.

Crowd Funding war Erfolg

Generell sei ihnen der Generationenaustausch ein wichtiges Anliegen. «Wir suchen Grosseltern, die Interesse daran haben, mit den Kindern zu backen oder im Garten zu arbeiten», sagt Ottiger. Jener Garten, der dank Crowd Funding von einem Spender umzäunt und gestaltet wird. «Dank diesem Aufruf haben wir auch viele Einrichtungsgegenstände erhalten», so Buff.

Weitere Spielsachen und Möbel müssen auch für die Zukunft angeschafft werden. Die Gründerin der Domingos GmbH, die seit 2010 die Vorstandspräsidentin der Kindertagesstätte Zaubergaarte in Dietikon ist und auch hinter jener in der Fahrweid steht, plant noch weitere Betreuungseinrichtungen zu eröffnen. «Der Aufwand für den Betrieb einer einzigen Tagesstätte ist enorm hoch. Deshalb bietet es sich an, das Konzept auf verschiedene Orte auszubauen», sagt Buff.

Vorerst sei geplant, im Limmattal nach weiteren geeigneten Räumlichkeiten Ausschau zu halten. Gleichzeitig baue man ein Franchise-Angebot auf. «Für den Franchise-Nehmer hat das den Vorteil, dass er so auf ein bereits erprobtes Konzept zurückgreifen kann», hält Buff fest.

Das alles ist noch Zukunftsmusik. Zuerst muss die Eröffnung des «Zauberegge» vorbereitet werden. Am 24. August wird diese mit einem Fest gefeiert.