Stadtentwicklung

Neue Haltestelle soll Platz im Geroldswiler Zentrum schaffen

Für die Zentrumsentwicklung ist eine neue Busschlaufe nötig.

Für die Zentrumsentwicklung ist eine neue Busschlaufe nötig.

Die Gemeindeversammlung entscheidet, ob die heutige Busschlaufe dereinst überbaut werden könnte.

Für die Weiterentwicklung des Geroldswiler Zentrums liegen einige Ideen auf dem Tisch. Eine davon betrifft die heutige Busschlaufe. Das rund 800 Quadratmeter grosse gemeindeeigene Land befindet sich in der Bauzone und könnte dereinst überbaut werden. Dafür ist allerdings eine neue Busschlaufe notwendig. Ob eine solche realisiert wird, darüber befindet die Gemeindeversammlung am 1. Dezember.

Den Stimmberechtigten wird dort ein Kredit über rund eine Million Franken für die Sanierung und Umgestaltung der Gemeindehausstrasse beantragt. Das Projekt sieht unter anderem die Aufhebung der bestehenden Haltestelle im Zentrum vor. Sie soll durch eine neue entlang der Gemeindehausstrasse ersetzt werden. Zudem ist vorgesehen, den Verkehr über einen umgestalteten Knotenpunkt Gemeindehaus-/Huebwiesenstrasse ins Zentrum zu leiten. Gleichzeitig würde dieser Knoten auch als neue Buswendeschlaufe dienen. Die neue Haltestelle an der Gemeindehausstrasse wird so angelegt, dass sie vom motorisierten Verkehr passierbar ist, wenn der Bus steht. Das war in ersten, vor drei Jahren präsentierten Projektentwürfen noch nicht der Fall und stiess auf Kritik aus der Bevölkerung.

Aus Sicht des Gemeinderates ist das Bauland, das durch die Umgestaltung der Gemeindehausstrasse gewonnen werden könnte, ein wichtiges Argument für das Projekt. « Dieses Bauland hat einen wesentlich höheren Gegenwert, als die Sanierung und Umgestaltung der Gemeindehausstrasse kostet», schreibt der Gemeinderat im Weisungstext. Werde das Strassenprojekt abgelehnt, gehe dieses Potenzial verloren und die heutige Situation bleibe bestehen. Zudem könne mit dem Projekt ein optimaler Anschluss ab dem Kreisel in die Gemeindehausstrasse gebaut werden.

Kreisel löste weitere Planung aus

Der geplante Kreisel an der Verzweigung Limmattal-/Gemeindehausstrasse war es denn auch, der den Gemeinderat dazu bewog, die Situation an der Gemeindehausstrasse genauer unter die Lupe zu nehmen. Bereits 2011 präsentierte der Kanton das Projekt. Es ist Teil der flankierenden Massnahmen im Zuge des Baus der dritten Tunnelröhre beim Gubrist. Mit dem Kreisel sollen unter anderem ein besserer Verkehrsfluss auf der Limmattalstrasse und ein leichteres Einfahren ab der Gemeindehausstrasse erreicht werden. Die bestehende Haltestelle an der Limmattalstrasse müsste dazu leicht verschoben werden. Sie ist als konventionelle Haltestelle in Form einer Busbucht geplant. Ein anderes Vorgehen ist bei der bestehenden Haltestelle Dorfstrasse geplant. Dort sollen die Busbuchten zurückgebaut und durch Fahrbahnhaltestellen für alle Buslinien ersetzt werden.

Für die Kosten von 7,1 Millionen Franken für sämtliche entlang der Limmattalstrasse geplanten Massnahmen kommen zum grössten Teil der Kanton und der Bund auf. Die Gemeinde muss sich lediglich mit 213 000 Franken für die von ihr zusätzlich gewünschten Massnahmen am Projekt beteiligen. Dabei handelt es sich um neue Fussgängerübergänge. Auch über diesen Kredit wird an der Gemeindeversammlung befunden. Das Projekt selber kann von den Stimmberechtigten aber nicht verändert werden.

Zuguterletzt werden die Stimmberechtigten noch über einen weiteren Kredit für ein Strassenprojekt befinden. Entlang der Stettenstrasse soll der fehlende, talseitige Gehweg bis zur Bubenaustrasse ergänzt werden. Das Trottoir würde gleichzeitig als Radweg dienen. «Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass dieser Streckenabschnitt ein Teilstück der regionalen Veloroute ist und zur Verkehrssicherheit beiträgt», schreibt der Gemeinderat. Zudem werde die Fahrbahnbreite vergrössert und der Belag erneuert.

Kosten würde das die Gemeinde knapp 200 000 Franken. Wiederum ist es der Kanton, der den Hauptanteil trägt. Weil die Baupflicht für den regionalen Radweg bei ihm liegt, hat er für den Grossteil der Gesamtkosten von rund 1,3 Millionen Franken aufzukommen. Die Gemeinde müsste praktisch nur noch für die Belagserneuerungen zahlen.

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