Dietikon wächst und damit auch der Bedarf an Schulraum. Der Stadtrat hat deshalb die Schulabteilung beauftragt, sich neben vertieften Bedarfsabklärungen und der Überprüfungen der Klassengrössen insbesondere dem Thema der betrieblichen Schulraumoptimierung anzunehmen. «Um diese Aufgabe in Zusammenarbeit mit dem Portfoliomanagement wahrzunehmen, ist ein digitales Flächenmanagement des Teilportfolios Schule unumgänglich», schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung.

Er hat deshalb für den Auftrag der Flächen- und Mobilienerfassung der fünf Schulhäuser einen Kredit in der Höhe von knapp 44 500 Franken bewilligt. «Ziel der Datenerhebung und des Flächenmanagements ist es, Raum- und Systemreserven sichtbar zu machen, die Schulraumnutzung entsprechend zu optimieren und dadurch die kurzfristigen temporären Schulraummassnahmen, also Modulbaupavillons, auf ein Minimum zu reduzieren», heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Schulraumplanung ist in Dietikon ein grosses Thema. Im Frühling 2016 hatte der Stadtrat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit der Thematik beschäftigte. Sie behandelte strategische Themen wie die Bestands- und Bedarfsanalysen der Schulen, die Erhebung der Schülerprognosen und des daraus resultierenden zusätzlichen Raumbedarfs sowie die Suche nach weiteren Standorten für Schul- und Sportbauten.

685 Schüler mehr bis 2026

Gemäss einer Studie von Wüest und Partner AG vom Juni 2017 werden die Bevölkerungs- und Schülerzahlen auch in den folgenden zehn Jahren in Dietikon weiter ansteigen. Auf der Basis einer Hochrechnung der erwarteten Bautätigkeit wird von 2016 bis ins Jahr 2026 mit einer Bevölkerungszunahme von rund 1690 Personen gerechnet. Die Schülerprognose geht für denselben Zeitraum von 685 zusätzlichen Schülerinnen und Schülern aus.

Der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe Schulraumplanung, der als Grundlagen- und Orientierungsdokument für alle Beteiligten gilt, wurde im Oktober 2017 vom Stadtrat genehmigt. Neben der Schulabteilung erhielt auch die Hochbauabteilung einen Auftrag. Sie soll die im Bericht festgelegten langfristigen baulichen Massnahmen betreffend den geplanten Sanierungen und Erweiterungen der Schulanlagen sowie der benötigten kurzfristigen baulichen Massnahmen in die Wege zu leiten.