Uitikon
Neue Allmend kostet rund 17 Millionen

Die Gemeindeversammlung entscheidet über Wettbewerb für Doppelturnhalle und Gemeinschaftszentrum.

Alex Rudolf
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 Auch die Rennbahn soll aufgefrischt werden.
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 Der Aussensportbereich soll ebenfalls aufgewertet werden - unter anderem mit Tischtennistischen.
 Aus der Turnhalle auf der Allmend soll ein neues Gemeinschaftszentrum werden.
 Für die Planung der neuen Allmend wollen Schule und Gemeinde gut 400 000 Franken aufwenden.
Allmend
 Das aktuelle Gemeinschaftszentrum, das für öffentliche und private Anlässe gemietet werden kann, heisst Schützenstube.
 Die grosse Wiese mit der Aussicht soll erhalten bleiben.
 Der Bau aus dem Jahr 1961 hat seinen Zenit überschritten.

Auch die Rennbahn soll aufgefrischt werden.

Alex Rudolf

Zum 56. Mal jährt sich 2017 die Fertigstellung der Turnhalle auf der Uitiker Allmend. Dass der Bau saniert werden muss und in Anbetracht des anstehenden Bevölkerungswachstums mit dem Entwicklungsgebiet Leuen-Waldegg nicht mehr den künftigen Bedürfnissen entspricht, zeichnete sich seit längerem ab. Bereits 2014 lancierten Schule und Gemeinde den Ideenwettbewerb «Vision Allmend 2020» bei dem die Bevölkerung Vorschläge einreichen konnte bezüglich der Entwicklung des ganzen Gebiets. An der Gemeindeversammlung vom 31. Mai wird den Stimmbürgern nun ein Kredit von 402 000 Franken vorgelegt, mit dem ein Projektwettbewerb veranstaltet werden soll. Politische und Schulgemeinde zahlen je die Hälfte daran.

Wie dieses auszuarbeitende Projekt aussehen soll, darüber bestehen schon konkrete Vorstellungen. So will man auf einer Fläche von 39 auf 28 Metern eine neue Zweifachturnhalle erstellen, die dereinst der Schule wie auch den lokalen Vereinen zur Verfügung stehen soll.

Darüber hinaus ist ein neues, grösseres Gemeinschaftszentrum für öffentliche und private Anlässe geplant: «Dafür wird die bestehende und nach der Fertigstellung der Zweifachturnhalle nicht mehr benötigte und gut erhaltene Hülle der bisherigen Turnhalle umgenutzt», heisst es in der Weisung. Die darin beherbergte Holz- und Metallwerkstatt der Schule wird saniert und der Bau um ein Lehrerzimmer sowie einen Raum für die Erwachsenenbildung erweitert. Zudem werden die Allmend-Aussensportfelder – die grosse Spielwiese, das Beachvolleyballfelder, der Allwetterplatz und der Skatepark – neu angeordnet und um Tischtennistische sowie eine Stossanlage ergänzt. Auch der Sauna-Aussenbereich des Hallenbads soll neu gestaltet werden.

Kosten von rund 17 Millionen

Für die neue Turnhalle rechnen Schule und Gemeinde mit Kosten von knapp 9 Millionen Franken. Hinzu kommen 2,7 Millionen für die Umnutzung der bisherigen Turnhalle in ein Gemeinschaftszentrum und nochmals so viel für die Sanierung der bestehenden Schulräume. Gemeinsam mit den Kosten für die Erneuerung der Aussenanlagen (2,9 Millionen Franken) kommt das Projekt wohl auf rund 17 Millionen Franken zu stehen. Das Ergebnis des Wettbewerbes, zu dem zehn Architektenteams ausgewählt werden, soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 vorliegen, heisst es in der Weisung weiter. Die Rechnungsprüfungskommission empfiehlt den Kredit zur Annahme.

Kritik von der FDP

Die Ortsparteien der Grünen und der FDP haben an ihren jeweiligen Versammlungen die Ja-Parole gefasst. Zu Diskussionen kam es jedoch bei der FDP. Dabei wurde die Notwendigkeit des Gesamtprojekts, nicht aber die Sanierung der Turnhalle, infrage gestellt. «Für die FDP ist es daher wichtig, dass über das Gesamtprojekt modulweise und in Etappen abgestimmt werden kann», heisst es in einer Mitteilung der Parteispitze. SVP und CVP haben noch keine Parolen gefasst.

Gemeindeversammlung vom 31. Mai

Auch die Kinderkrippe und die Rechnungen sind traktandiert

An der Versammlung von Gemeinde und Schule vom 31. Mai befinden die Uitiker neben der Vorlage «Vision Allmend 2020» insgesamt über vier weitere Geschäfte.

- Traktandiert ist die Abnahme der Rechnung der politischen Gemeinde. Diese schliesst mit einem Aufwandüberschuss von rund 1,5 Millionen Franken. Die Gründe dafür sind geringere Steuereinnahmen in der Höhe von rund 1,4 Millionen Franken und zusätzliche Abschreibung im Umfang von einer Million Franken. Diese kamen wegen einer Neubewertung im Gebiet Leuen-Waldegg zustande. Das Eigenkapital reduziert sich von 30,7 auf 30,2 Millionen Franken.

- Auch die Rechnung der Schulgemeinde schliesst mit einem Minus. Dieses beträgt 2,3 Millionen Franken. Auch hier werden tiefere Steuereinnahmen als Grund aufgeführt. Das Eigenkaptal der Schule reduziert sich somit auf 6,7 Millionen Franken, wie der Weisung zu entnehmen ist.

- Weiter befindet die Gemeindeversammlung über die Totalrevision der kommunalen Polizeiverordnung. Die derzeit geltende Version stammt aus dem Jahr 1989. Deren Revision sei angezeigt, so der Gemeinderat, weil durch übergeordnetes Recht vieles bereits geregelt sei. Neu verankert werden Bestimmungen wie etwa die Möglichkeit auf Videoüberwachung und ein Verbot von Littering.

- Für 313 000 Franken soll die Kinderkrippe Löwenzahn erweitert werden. Auch darüber befinden die Uitiker an der Versammlung. So sei die Nachfrage nach Betreuungsplätzen gestiegen. Aus diesem Grund soll das Erdgeschoss der Liegenschaft Binzmatt 19 umgebaut werden. Die Arbeiten sollen bereits in diesem Sommer starten. Heute werden 65 Kinder in drei Gruppen betreut. Auf der Warteliste befinden sich derzeit 9 Familien, die zusammen 21 Kinder betreuen lassen möchten. (aru)