Spital Limmattal

Neubau des Spitals Limmattal in Paris mit Preis ausgezeichnet

Noch nicht gebaut und schon preisgekrönt: Visualisierung des Spitals Limmattal der Firma Losinger Marazzi AG

Noch nicht gebaut und schon preisgekrönt: Visualisierung des Spitals Limmattal der Firma Losinger Marazzi AG

Beim diesjährigen Wettbewerb BIM D'OR 2015 war das Neubauprojekt Spital Limmattal, welches von der Losinger Marazzi AG entwickelt und realisiert wird, Sieger in der Kategorie internationale Projekte.

Am Mittwoch, 16. September 2015, fand in Paris die Preisverleihung des Wettbewerbs BIM D'OR 2015 für die beste Verwendung der Gebäudedatenmodellierung BIM (Building Information Modeling) und des digitalen Modells statt. Dieser Anlass wurde von Le Moniteur, einem wöchentlich erscheinenden französischen Referenzblatt im Bereich Bau, und dem Magazin Cahiers techniques du bâtiment organisiert.

Eine digitale Organisation zugunsten des Projektes

In der Kategorie internationale Projekte wurde das Projekt Neubau Spital Limmattal, welches von der Losinger Marazzi AG in Zusammenarbeit mit BFB Architekten aus Zürich und Brunet Saunier Architecture aus Paris entwickelt und realisiert wird, zum Sieger gekürt. Die zentral zugänglichen Daten und der kontinuierliche Informationsfluss zwischen allen Projektplanern wurden dabei von der Jury besonders hervorgehoben.

Visualisierung des Neubaus Spital Limmattal.

Visualisierung des Neubaus Spital Limmattal.

Building Information Modeling

Die Gebäudedatenmodellierung BIM ist eine Methode zur digitalen Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden. Die Gebäudedatenmodellierung BIM geht einen Schritt weiter als klassische CAD-Programme. Sie ermöglicht die Darstellung des Projektes in zusätzlichen Dimensionen (thermisch, seismologisch, nachhaltige Projektierung usw.) und die Planung der Baustellenorganisation im Hinblick auf Baustoffe, Material, Human Resources usw.

Bauen vor dem Bauen

Bevor ein Projekt realisiert werden kann, wird es digital gebaut. Das heisst: Konstruktive Fehler werden bei der Projektentwicklung erkannt und eliminiert, bevor sie sich auf die Realisierung auswirken. Der Bauherrschaft kann somit verlässlich zugesichert werden, dass ein Projekt termingerecht und im Kostenrahmen übergeben werden kann. Durch das digitale Baumanagement ist zudem ein kontinuierlicher Soll-Ist-Vergleich möglich. Das Ziel ist es, aufgrund der vollständigen Digitalisierung der Projekte sowie eines kollaborativen Prozesses besser zu planen, besser zu bauen und besser zu betreiben. BIM bedeutet somit Bauen vor dem Bauen.

Neubau Spital Limmattal

Das Spital Limmattal ist eines der ersten grossen Bauvorhaben in der Schweiz, das mit der BIM-Technologie realisiert wird. Es handelt sich um ein 215-Millionen-Projekt für 200 Betten, mit einem Gebäudevolumen von 205'000 m3 und einer Geschossfläche von 48'500 m2. Es umfasst zudem acht OP- und Eingriffsräume sowie jeweils 12 IPS/IMC- und 12 Tagesklinik-Plätze. Insgesamt entstehen Behandlungsmöglichkeiten für rund 10'000 stationäre und 60'000 ambulante Patientinnen und Patienten pro Jahr.

Bei der Spitalinfrastruktur kommt die neuste Umwelttechnik zum Einsatz: Moderne Elektro- und Lüftungsanlagen minimieren das Infektionsrisiko. MINERGIE-Bauweise sowie Wärmepumpen und Erdsonden tragen zur Nachhaltigkeit bei.

Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Projekt Neubau Spital Limmattal in Schlieren wurde vom der Totalunternehmung Losinger Marazzi AG in Zusammenarbeit mit den BFB Architekten aus Zürich und Brunet Saunier Architecture aus Paris entwickelt. Die Planung hat im Februar 2012 begonnen; Der symbolische Spatenstich erfolgte im September 2014. Das Spital plant auf Ende 2018 in die neuen Räumlichkeiten umzuziehen.

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