Die Post als Konkurrenz für lokale Detailhändler? Das geht dem Dietiker Gemeinderat Philipp Müller zu weit, er hat eine Interpellation eingereicht. Ihn stört, dass in den Postfilialen nicht mehr nur Briefe und Pakete verschickt werden, sondern ganze Sortimente angeboten werden wie Papeterieartikel, Computerzubehör und Haushaltartikel. Das Ausmass dieses Angebotes gehe darüber hinaus, nur die Wartezeiten in der Post überbrücken zu wollen. Vielmehr sei es ein lukrativer Geschäftszweig neben dem Kerngeschäft geworden. Das zeige sich auch dadurch, dass die Post sämtliche Haushalte mit hochglanz Werbeprospekten bedient.

Ein Ärgernis für Müller - denn die Post ist ein Staatsbetrieb, der so an äusserst priviligierten Standorten mit dem lokalen Gewerbe konkurrenziere. Auch potenzielle neue Marktteilnehmer würden dadruch abgeschreckt. Der Stadtrat soll Stellung nehmen zu dieser staatlichen Beeinträchtigung des freien Wettbewerbs. Ausserdem solle er sich für wirtschaftliche Rahmenbedingungen einsetzen und zu diesem Zweck das Gespräch mit der Post suchen. (msu)