Postagentur
Neben Pasta gibt es im Volg in Aesch neu auch Briefmarken

Nachdem die Post ihre Filiale mangels Umsatz dichtmachen musste, konnte mit der Landi Albis, respektive mit dem einzigen Dorfladen in Aesch, eine Übereinkunft erzielt werden.

Flavio Fuoli
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Mangels Umsatz musste die Postfiliale in Aesch schliessen. Jetzt beherbergt der Volg eine Postagentur.

Mangels Umsatz musste die Postfiliale in Aesch schliessen. Jetzt beherbergt der Volg eine Postagentur.

Limmattaler Zeitung

«Einen guten Start», wünschte Gemeindepräsident Hans Jahn vorgestern Abend anlässlich der Einweihung der neuen Postagentur. Dieser Wunsch kommt nicht von ungefähr, braucht es doch laut dem Gemeindepräsidenten einen guten Laden, eine Beiz und eine Post für ein richtiges Dorf.

Reduziertes Angebot

Auf der neuen Postagentur Aesch im Volg können weiterhin Briefe und Pakete aufgegeben und abgeholt werden. Auch können Briefmarken gekauft werden. Möglich sind auch bargeldlose Einzahlungen mit der Postfinance-Card oder einer Maestro-Card sowie Geldbezüge mit der Postfinance-Card. Der Briefeinwurf befindet sich neu beim Volg. Die Zustellung in Aesch erfolgt weiterhin von Birmensdorf aus. Auch die Postfachanlage befindet sich künftig beim Volg.

Nun, die Aescher haben Glück. Nachdem die Post ihre Filiale mangels Umsatz dichtmachen musste, konnte mit der Landi Albis, respektive mit dem einzigen Dorfladen in Aesch, eine Übereinkunft erzielt werden.

Bis es allerdings so weit war, wurde um die Details gerungen. Eindreiviertel Jahr habe es gedauert, so Martin Wolf, Geschäftsführer der Landi Albis anlässlich der offiziellen Eröffnung, bis die Lösung vorhanden war.

Das Problem sei die kleine Ladenfläche gewesen. «Wir mussten feststellen, dass wir auf der gleichen Verkaufsfläche keine Poststelle einrichten können», sagte er den rund zwei Dutzend Anwesenden. Die Lösung brachte eine Erweiterung und eine Verlagerung des Lagers in den Keller, samt Lift.

Gemeinde zahlte mit

Dies habe zu einer Verteuerung des Betriebs geführt. Es seien Verhandlungen nicht nur mit der Post, sondern auch mit der Gemeinde vonnöten gewesen. «Nach einigem Ringen haben wir eine Lösung gefunden, die allen hilft, erklärte Martin Wolf.

Wie Gemeindepräsident Jahn sagte, habe die Gemeinde an die Lösung einige Zehntausend Franken bezahlt. Jahn denkt aber, der «steinige Weg» habe sich gelohnt.

Zwar würde bei einigen Aeschern Wehmut angesichts der verlorenen Poststelle aufkommen, doch sei die neue Lösung mit der Postagentur im Volg auch für solche Leute ideal, welche tagsüber auswärts arbeiten. Jahn lobte denn auch die viel längeren Öffnungszeiten. Die Postagentur hat wie der Volg montags bis freitags von 7 bis 19.30 Uhr und samstags von 7 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Volg-Laden in Aesch wird seit 2006 von der Landi Albis geführt. Seit diesen sieben Jahren sei der Umsatz stetig gewachsen, sagte Jürg Meili, Präsident der Landi Albis. Er lobte damit indirekt auch das Team um die Geschäftsführerin Agatha Häcki.

Die Mitarbeiterinnen des Volg wurden für ihre neue Aufgabe geschult. In den ersten Tagen werden sie von Postmitarbeitern unterstützt. Schliesslich wird das Volg-Personal die reduziert angebotenen Dienstleistungen der Post Aesch betreuen.