Dietikon
Naturschutz wird in der Dornau höher gewichtet als die Sicherheit

Die Zugangswege zur Sportanlage Dornau sind dunkel und schmal. Doch der Stadtrat erachtet eine Beleuchtung als «ökologisch wie ökonomisch unverhältnismässig».

Gioia Lenggenhager
Merken
Drucken
Teilen
Eine Brücke zum Sportplatz Dornau über die Limmat kann das Problem mit dem dunklen Weg lösen. jk

Eine Brücke zum Sportplatz Dornau über die Limmat kann das Problem mit dem dunklen Weg lösen. jk

Da die Zufahrtswege zur Sportanlage Dornau in einem Naturschutzgebiet liegen, sei die Verbreiterung der Strasse und die Beleuchtung des Rad- und Gehwegs nicht angebracht. Dies teilt der Stadtrat in einem kürzlich veröffentlichten Bericht als Antwort auf ein Postulat der SP-Gemeinderätin Angela Gullo mit.

Gullo wollte mit ihrem Postulat im Juli 2011 eine Beleuchtung des Rad- und Gehwegs erreichen, denn der dunkle Uferweg sei «für Junioren am Abend nicht zumutbar». Der Stadtrat ist da anderer Meinung.

Der Fussballclub betreibe die Sportanlage vor allem von Mitte März bis Ende Oktober. «Der Vollbetrieb deckt sich mit der Sommerzeit. Nur an wenigen Tagen ist es früh dunkel», schreibt der Rat. Zudem wäre das Naturschutzgebiet durch die Beleuchtung einer unnötigen Lichtemission ausgesetzt.

Brücke zur Entlastung

Doch die gegenwärtige Situation für Velos und Fussgänger soll bald verbessert werden. Laut dem Stadtrat sei eine schmale Brücke vom Fussballplatz zum EKZ-Areal geplant. Mit ihr soll «mittelfristig eine äusserst attraktive Verbindung für den Langsamverkehr geschaffen werden».

Ausweichbucht statt Waldrodung

Weiter kritisierte Gullo in ihrem Postulat die Zufahrtsstrasse. Sie sei «ebenfalls unbeleuchtet, unübersichtlich und zu eng». Hier will der Stadtrat Abhilfe schaffen. Eine durchgehende Strassenverbreiterung kommt allerdings nicht infrage. Sie sei «nach verschiedenen Abklärungen mit der Baudirektion des Kantons Zürich im Naturschutzgebiet kaum bewilligungsfähig» da dies eine Rodung voraussetzen würde. Viel besser realisierbar wäre eine Ausweichstelle zu Kreuzungszwecken.