Dietikon
Naturräume sollen auch in Dietikon miteinander vernetzt werden

Nun will auch der Bezirkshauptort auf Drängen der Bauern das Vernetzungskonzept anwenden. So sollen Landwirtschaftsflächen ökologisch aufgewertet werden.

Alex Rudolf
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Mit dem Vernetzungskonzept sollen Landwirtschaftsflächen ökologisch aufgewertet werden.

Mit dem Vernetzungskonzept sollen Landwirtschaftsflächen ökologisch aufgewertet werden.

Zur Verfügung gestellt

Das Ziel mutet simpel an: Landwirtschaftsflächen sollen ökologisch aufgewertet und Lebensräume für Pflanzen und Tiere miteinander verbunden werden. So will es das Bundesprogramm «Vernetzungsprojekt». Nachdem die Gemeinden Urdorf, Unterengstringen, Birmensdorf, Aesch und Uitikon bereits Vernetzungsprojekte erarbeitet haben, will nun auch die Stadt Dietikon mitziehen. Die Initiative dazu stammt jedoch nicht vonseiten der Stadt. «Dietiker Landwirte sind letztes Jahr mit dem Anliegen an den Stadtrat herangetreten», sagt Severin Lüthy vom Stadtplanungsamt. Im Beisein der kantonalen Fachstelle für Naturschutz wurde im April bereits eine erste Infoveranstaltung durchgeführt. «Von den Dietiker Landwirtschaftsbetrieben waren damals mit einer Ausnahme alle vertreten. Die Resonanz auf das geplante Vorhaben war durchwegs positiv», so Lüthy.

Der Dietiker Stadtrat sprach für die Finanzierung des Projekts bereits 25'000 Franken. Diese werden grösstenteils für die externe Fachberatung verwendet. Diese soll ein Konzept zur sinnvollen Aufwertung der Landwirtschaftsflächen und der Vernetzung der verschiedenen Lebensräume erstellen. In diesem werden spezifische Massnahmen in dafür vorgesehene Gebiete vorgeschlagen. Darauf basierend werden mit den Bauern Vereinbarungen getroffen, die beispielsweise eine gewisse Mähart oder das Vermeiden von gewissen Düngern beinhalten kann. «Die Teilnahme am Vernetzungsprojekt ist freiwillig.

Wer jedoch eine Vereinbarung unterzeichnet, der verpflichtet sich, die darin aufgeführten Punkte während der nächsten acht Jahre einzuhalten», so Lüthy. Die Landwirte gehen dabei nicht leer aus. Laut Schätzungen der Fachstelle Naturschutz können die Dietiker Betriebe so jährlich gesamthaft bis zu 10'000 Franken an Fördergeldern vom Bund beziehen.

Voraussichtlich wird das Konzept bis Ende des Jahres vorliegen. Dieses muss in der Folge vom Amt für Landschaft und Natur abgesegnet werden. Erst dann geht die Stadt auf die Landwirte zu, um zu erfahren, ob sie die für ihr Gebiet geeigneten Massnahmen umsetzen möchten, so Lüthy. Geht es nach dem Zeitplan der Stadt Dietikon, dann könnte es bereits im Frühjahr 2015 an die Umsetzung der gewählten Massnahmen gehen. Diese werden von den Bauern in Zusammenarbeit mit den externen Experten im Anschluss umgesetzt und fortwährend kontrolliert.