134 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Limmattal aus Urdorf ZH arbeiten zusammen mit dem Bergwaldprojekt in den Bergwäldern der Kantone Graubünden und Schwyz, heisst es in einer Medienmitteilung des Bergwaldprojekts.

Schritt für Schritt, Pickelschlag für Pickelschlag, Sägeschnitt für Sägeschnitt: Bei jedem Wetter sind die Jugendlichen in Trin, Soazza, Tenna, Lumnezia und im Wäggital im Einsatz. Sie lernen die Natur von einer ganz anderen Seite kennen.   

In Trin wird aufgeräumt 

Die Folgen des Sommersturms vom letzten Jahr sind deutlich zu erkennen. Begehungswege müssen für die dringenden Arbeiten instand gestellt werden, ansonsten ist ein Gehen am steilen Hang kräfteraubend und gefährlich. Kürzlich gepflanzte Bäume müssen von Gras und Stauden freigesichelt werden, damit sie nicht ersticken und zu einem schützenden Wald heranwachsen. Auf eindrückliche Weise blicken die Schülerinnen und Schüler bei der Arbeit unmittelbar auf die 600 Höhenmeter tiefer gelegene Kantonsstrasse nach Laax und auf das Dorf Trin Mulin. 

Solidarität und Verantwortung

Martin Kreiliger, Forstingenieur und Geschäftsführer des Bergwaldprojektes, packt täglich mit den 16-jährigen aus dem Raum Zürich an. «Die jungen Menschen erleben den Bergwald mit allen Sinnen. Sie zeigen konkrete Solidarität mit dem Berggebiet und lernen dabei, Verantwortung im Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu übernehmen», sagt er beeindruckt. 

Kreiliger ist sich sicher, dass durch sinnvolle Waldarbeit das sensible Ökosystem Bergwald, aber auch seine nachhaltige Nutzung begreiflich gemacht werden könne. Dies wirke der Naturentfremdung der Jugendlichen entgegen und fördere die persönliche und ökologische Bewusstseinsbildung. 

Auch Werner De Luca, Rektor Kantonsschule Limmattal, Urdorf ZH ergänzt, dass diese Woche das Erleben des Bergwaldes und die Förderung des Naturverständnisses im Vordergrund stehen würde. «Das Gemeinschaftserlebnis beim täglichen «Draussensein» stärkt auch den Zusammenhalt der Jugendlichen untereinander», betont er.