Der vom Verein KiFaBi (Kinderfasnacht Birmensdorf) aus der Taufe gehobene Anlass wird seit 15 Jahren von der Guggenmusik «Flüüge-Tätscher» organisiert. Diese führte am Freitagabend im Gemeindezentrum ihren traditionellen Tätscherball durch.

Trotz Schlafmanko zeigten sich die festfreudigen Damen und Herren in voller kakofonischer Frische und führten den samstäglichen Kinderumzug mit hör- und sichtbarem Elan an. Einziger Wermutstropfen waren die vor Kälte gefühllos gewordenen Finger und fast erstarrten Instrumentenklappen. Das Susafon drohte nach 50 Meter Laufen gar einzufrieren.

Fische, Mäuse und Piraten

431 Kindergärtler und Schüler, 43 Begleitpersonen sowie 60 Mitglieder der Guggen «Stiereschränzer» aus Urdorf, den «Gyre Sümpfer» aus Widen und den «Näbelhacker» aus Bremgarten nahmen am Umzug teil. Punkt 13.40 Uhr setzte sich der Tross am Wasser in Bewegung und marschierte via Stalliker-, Bach- und Studenmättlistrasse ins Gemeindezentrum.

Das bunte Treiben auf den Birmensdorfer Strassen, zu dem sich viel Fussvolk eingefunden hatte, dauerte etwas mehr als 30 Minuten. Danach stürmten die Fische, Mäuse, Piraten, Clowns, Prinzessinnen, Cowboys und Zombies das Brüelmatt, wo ein toller Maskenball stattfand.

In diesem Jahr hatte der Organisator zusammen mit der Primarschule Birmensdorf beschlossen, einen reinen Kinderumzug, also ohne Umzugswagen und Gast-Cliquen, durchzuführen. Dies vor allem den Kindergärtlern zuliebe, wegen der oft sehr lauten und Furcht einflössenden Traktoren und Wagen.

Die Klassen konnten selber das Kostüm-Thema wählen

Im Vorfeld hatten die Mädchen und Buben voller Begeisterung Kostüme kreiert, wobei jede Klasse ein eigenes Thema wählen durfte. Die Allerkleinsten kamen unter dem Motto «Maus», «Räupli und Schmetterlinge», «Königriich Winterland», «Zirkus» oder «Kunterbunt». Und heimsten, wegen ihrer tapsigen Art, am meisten Applaus ein. Begeistert begrüsst wurden auch die 13 Schüler-Gruppen, die sich derart spektakuläre Titel wie «Hokuspokus und Simsalabim», «Zombie-Skaters», «Die coolen Punks» oder «Kunti-Bunti-Ninja-Kids» ausgesucht hatten.

Die zehnjährige Xenia fand, dass sich alle Mühen und auch das Zähneklappern gelohnt hätten, denn sie sei absolut begeistert. Auch Adrian Herzig zeigte sich zufrieden. «Es lohnt sich, einen solch traditionellen Anlass am Leben zu erhalten, wenn man die strahlenden Gesichter sieht», sagte der Präsident der organisierenden «Flüüge-Tätscher».