Urdorf

Nachfolger für «Siaya Kenya Children Foundation» gesucht

Rolf Hotz sucht für seine Stiftung nach Grosssponsoren und einem Nachfolger.

Rolf Hotz sucht für seine Stiftung nach Grosssponsoren und einem Nachfolger.

Rolf Hotz baut seine «Siaya Kenya Children Foundation» aus und will langsam kürzertreten. Für den Ausbau wünscht er sich einen Grosssponsor, der bis zu 400 000 Franken einschiessen könnte.

Rolf Hotz betreibt in Kenia seit nunmehr sieben Jahren ein Mini-Hilfswerk: die Siaya Kenya Children Foundation (SKCF), die Siaya Kenia Kinderstiftung. Er bekam von der Gemeinde Urdorf zweimal 2500 Franken an Spenden, mit denen er einen Kindergarten bauen liess. Rolf Hotz ist ein froher Mensch, er strahlt, wenn er wieder über seine Aktivitäten in Afrika erzählt, die er als Handelsreisender nach der Pension übernommen hatte. Als Begründer und Leiter der Stiftung bewegen ihn dieser Tage drei Dinge.

Das erste Problem war, dass die Kinder früher in einer Kirche unterrichtet wurden und ständig hin und her zügeln mussten. Eineinhalb Jahre hat der Bau des Kindergartens gedauert. Mit einer privaten Spende von 500 Franken konnte er gar möbliert werden. Im Juli 2013 wurde er eingeweiht. Er bietet Platz für 35 Kinder im Alter ab vier Jahren bis zur Primarschule. Hotz ist sehr froh über die Hilfe der Gemeinde Urdorf, wie er sagt, und wie es ihm auch anzusehen ist.

Nachfolger gesucht

Hotz war bei der Gründung seines - wie er es selber nennt - «Mikro-Entwicklungsprogramms» 63 Jahre alt. Heute ist er 70. Und das ist sein zweites Problem. Er stemmte stets alles alleine, ausser die vielen finanziellen Zuwendungen von Nachbarn, Verwandten, Freunden oder Leuten, denen er auf dem Markt in Urdorf kenianischen Tee verkaufte.

Er hat viele liebe Menschen getroffen, die für ihn Geld sammeln. Leute, die ihm ihre Trinkgelder abliefern oder Patenschaften für die rund 60 betreuten Kinder übernehmen. Hotz reist regelmässig nach Kenia. «Man erhält nur im direkten Kontakt das Gefühl, wie es läuft. Das war schon zu Geschäftszeiten so», erklärt er. Wenn der Pensionär seine Stiftung vor Ort besucht, nimmt er stets Leute aus der Schweiz mit, um ihnen sein Hilfs-Projekt zu zeigen. Die Gäste könnten ja vielleicht auch potenzielle Nachfolger von ihm sein.

«Sicher könnte jemand meine Stiftung übernehmen. Es müsste ein Frühpensionist sein, einer, der offen in die Welt hinausgeht. Er muss das Thema Afrika auch verteidigen können», denkt Hotz. Das Projekt wird vor Ort von einem Team von Einheimischen geführt.

Gerade eben erst seien zwei junge, frisch ausgebildete Leute in die nun sechsköpfige Leitung gewählt worden. «Es ist wichtig, dass Junge in die Führungspositionen gelangen. Schliesslich basiert alles auf Vertrauen. Mit der Zeit soll die Stiftung selbsttragend sein», erklärt der Urdorfer.
Grosssponsor wäre ideal

Der umtriebige Rolf Hotz hat einen dritten Punkt, der ihn beschäftigt - oder vielmehr einen Traum: Einen Grosssponsoren zu finden, der bis zu 400 000 Franken einschiessen würde. Das bedeutete für die Stiftung, dass sie ein eigenes Haus bauen könnte. Dieses könnte man teilweise vermieten und die Stiftung damit unterhalten. Hotz: «Mit der Zeit soll sie selbsttragend betrieben werden können.» Vorbild ist das stiftungseigene Computerzentrum, wo Schüler gratis arbeiten, Fremde aber etwas bezahlen müssen, wenn sie es brauchen. «Daraus entstand die Vision eines eigenen Gebäudes», so Hotz.

Es geht Rolf Hotz hierbei aber nicht um Zahlen und Abrechnungen über Spenden und Mietarbeitsplätze. Er hat eine Vision: «Ich finde immer noch, Bildung ist wichtig, so etwa das Wissen über Aids und Korruption.»

Kontakt für Interessierte: Rolf Hotz, Gartenstrasse 13, 8902 Urdorf, rolf.hotz@sfweb.ch; 079 346 65 26; Spendenkonto: Hotz Rolf, Rubrik Kenia CH, Postfinance CH30 0900 0000; 87-276069-5.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1