Roger Zeindler
Nach «Waterfalls»-Hit-Song: Dietiker DJ will es nochmal wissen

Der DJ und Eventmanager produzierte 2016 unter einem Künstlernamen den erfolgreichsten Schweizer Song von Sony Music auf Spotify. Am Freitag erscheint seine neue Single.

Daniel Diriwächter
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Roger Zeindler alias Roger Martin.

Roger Zeindler alias Roger Martin.

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Bis spätestens 50 nochmal einen Dance Hit landen, das war ein erklärtes Ziel des Dietikers Roger Zeindler. Sollte es bis dann nicht klappen, würde er sich vollends auf andere Aufgaben konzentrieren. Bis im letzten Sommer sein Song «Waterfalls» durch die Decke ging – da war er 49. Das Lied erreichte über zwölf Millionen Streams auf dem digitalen Musikdienst Spotify – mehr als jeder andere Schweizer Song von Sony Music zuvor. Heute wird nun die Nachfolge-Single «Close Encounters» veröffentlicht, die an den Erfolg anknüpfen soll.

Zeindler ist ein Mann mit vielen Talenten und Namen. In Dietikon ist er als Präsident des Vereins Schopf für viele Feste verantwortlich, zudem führt er eine eigene Eventagentur. Andere kennen ihn als DJ Jaybee, der seit 25 Jahren nicht nur Klubs, sondern auch Love-Mobiles und Boote zum Kochen bringt.

Als Hitmacher nennt er sich jetzt Roger Martin. Martin, weil er als Mädchen den Namen Martina bekommen hätte. Doch warum überhaupt einen neuen Namen? «In der Vergangenheit habe ich mit vielen Musikstilen experimentiert, daher wählte ich bewusst einen unbelasteten Projektnamen», so Zeindler. Das ist auch der Grund, warum er vorerst nicht als Frontmann in Erscheinung tritt. «Wir wollen die Musik sprechen lassen.»

Eine Strategie, die sich bereits bei «Waterfalls» bewährte. Als Roger Martin ist er Projektleiter, der eine Grundidee verfolgt und umsetzt. Das kann er bei Maurizio Pozzi in Geroldswil. Er ergänze sich perfekt mit dem Produzenten, Musiker und Songwriter, der auch als Hitgarant gilt. Die Vorstellungen für die zweite Single waren klar: «Sie sollte ein klassischer Nachfolger werden, der den Stil weiterführt», so Zeindler. Ein Stil, der sich «Deep Tropical House» nennt und ein Subgenre der House-Musik ist.

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«Close Encounters» besitzt Ohrwurm-Qualitäten und insbesondere der Gesang von «Maurice» bleibt hängen. Der dazugehörige Video-Clip orientiert sich ebenfalls am Erstling, der mit ästhetischen Aufnahmen aus Hawaii aufwartet. Auch «Close Encounters» bietet Bilder der Inselkette, stellt aber getreu seinem Titel verschiedene junge Menschen, mal alleine, dann zu zweit, in den Mittelpunkt.

Zeindler ist zuversichtlich, dass die neue Single, die weltweit erscheint, wieder ähnlich erfolgreich wird wie «Waterfalls», allerdings wird es weder eine Release-Party noch eine Radio-Tour geben. «Wir haben das Glück, dass unsere Plattenfirma weltweit bestens vernetzt ist und den Song entsprechend pushen kann», sagt Zeindler. Denn Spotify ist nicht das Ende der Fahnenstange – es sind die Charts, die wiederum die Tür zu den Radiostationen öffnen.