Geroldswil

Nach längerer Diskussion genehmigten die Geroldswiler das Budget 2020

Die Sozialausgaben in Geroldswil steigen 2020.

Die Sozialausgaben in Geroldswil steigen 2020.

Am Montagabend fand die Gemeindeversammlung in Geroldswil statt. Die Sozialausgaben gaben zu reden. Das Stimmvolk genehmigte das Budget 2020 nach längerer Diskussion.

Die Traktandenliste der Geroldswiler Gemeindeversammlung erwies sich als einladend. 108 Stimmberechtigte fanden sich Montagabend im Hotel Geroldswil ein, um über das Budget 2020 und eine Anschlussvereinbarung mit der kantonalen Sozialversicherungsanstalt (SVA) für die Durchführung der Zusatzleistungen zur AHV/IV per 1. Januar 2020 und die Führung einer Anlaufstelle in der Gemeindeverwaltung zu befinden. Beide Geschäfte wurden grossmehrheitlich bewilligt.

Das Budget 2020 sieht ein Plus von 370'000 Franken vor, dies bei einem Aufwand von 25,28 Millionen Franken und einem Ertrag von 25,65 Millionen Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 49 Prozent wie im Vorjahr. Vor der Abstimmung erläuterte Finanzvorstand Paul Albrecht (parteilos) den Voranschlag. Er wies darauf hin, dass die Gemeinde im Bereich Soziale Sicherheit die grössten Abweichungen vom Budget 2019 zu erwarten hat. Die Sozialausgaben würden um 570000 Franken, von 4,59 Millionen auf 5,16 Millionen Franken ansteigen. Dieser Kostenanstieg sorgte für Diskussionen. Ein Votant forderte mehr Transparenz und wollte wissen, warum die Kosten derart in die Höhe steigen würden und was die Gemeinde dagegen unternehme. «Besonders ins Gewicht fallen Fremdplatzierungen von Jugendlichen», erklärte Sozial- und Gesundheitsvorständin Veronika Neubauer (SVP). Die Heimplatzierung betrage für einen Jugendlichen pro Monat rund 11000 Franken. Müssten sechs oder sieben Jugendliche fremdplatziert werden, komme man pro Jahr schnell auf 1 Million Franken, sagte sie. Beeinflussen könne man diese Zahl jedoch nicht.

Heiss debattiert wurde auch über die Auslagerung der Zusatzleistungen zur AHV/IV an die SVA Zürich und die Beibehaltung einer Anlaufstelle im Umfang von 10 Stellenprozenten auf der Gemeindeverwaltung Geroldswil. Nötig sei dieser Schritt, weil die heutige Stelleninhaberin der Durchführungsstelle gekündigt habe, sagte Neubauer. Sie gab zudem bekannt, dass durch die dadurch entstehende Kosteneinsparung von 50000 Franken pro Jahr der Stellenplan der Abteilung Soziales und Gesundheit beibehalten werden könne und eine Sachbearbeitungsstelle von 80 Prozent geschaffen werden könne. Einige Votanten monierten jedoch, dass das überhaupt keine Einsparung darstelle.

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Autor

Sibylle Egloff

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