Weiningen
Nach knapp einem Jahr Bauzeit: So sieht der Rohbau des Föhrewäldli-Chindsgi aus

Die Gemeinde präsentierte am Donnerstagabend den Rohbau des Kindergartens Föhrenwäldli. Im Sommer 2019 sollen drei Kindergartenklassen einziehen.

Sibylle Egloff
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 Im Sommer 2019 gibt es hier für 72 Kinder eine Garderobe.
 Daniela Kugler, Mario Okle, Brigitte Schai und André Treina (v.l.).

Alex Spichale

Blaue Kabel ragen aus dem Betonboden. Dämmstoffplatten stapeln sich in einer Ecke. Die weissen Schläuche der Bodenheizung schlängeln sich dem Boden entlang. Es hat gerade geregnet, Wasser tropft von der Decke. Dass in diesen Räumen einmal Kindergärtler spielen sollen, scheint zu diesem Zeitpunkt noch undenkbar. Nicht so für den Weininger Gemeindepräsidenten Mario Okle (parteilos): «Ich habe mich bereits Dutzende Stunden mit den Plänen befasst, sodass ich genau weiss, wo welches Tischchen und Kästchen hinkommt», sagte Okle am Donnerstagabend am Aufrichtefest des neuen Kindergartens Föhrewäldli in der Fahrweid, zu dem die Gemeinde Lehrpersonen, Schulpräsidentinnen und Bauunternehmer eingeladen hatte.

Generalplaner André Treina führte durch den Rohbau des insgesamt 2'225 Quadratmeter grossen dreistöckigen Neubaus und zeigte den Kindergärtnerinnen, wo sie künftig arbeiten werden. Das rund 6,6 Millionen Franken teure Gebäude bietet im Parterre und ersten Stock aber nicht nur Platz für vier Kindergartenklassen, sondern auch für den Schulpsychologischen Dienst des rechten Limmattals. Die drei Schulpsychologinnen, die bisher in den Gemeinden Geroldswil, Oetwil, Weinigen sowie Ober- und Unterengstringen stationiert waren, werden Anfang 2019 unter einem Dach im ersten Obergeschoss unterkommen. Ihnen stehen drei Abklärungszimmer, ein Archiv, ein Sekretariat und ein Sitzungszimmer zur Verfügung.

«Wenn wir in ein paar Jahren wieder mehr Kindergartenkinder haben, müssen wir uns keine Sorgen machen.»

Mario Okle, Gemeindepräsident Weiningen

Auch wenn im Sommer 2019 nur drei Kindergartenklassen mit rund 72 Kindern einziehen werden, hat die Gemeinde für vier Klassen Platz geschaffen. «Wenn wir in ein paar Jahren wieder mehr Kindergartenkinder haben, müssen wir uns keine Sorgen machen», sagte Okle. In der Zwischenzeit werde der Raum von einer Spielgruppe genutzt, die derzeit im Schulhaus Fahrweid beheimatet ist. Den dazugehörigen Gruppenraum könnten die Vereine der Fahrweid nutzen. «Für Vereinssitzungen gibt es im Dorf das ‹Schlössli›. In der Fahrweid fehlt das. Es ist also ideal, dass durch den Neubau auch für die Vereine ein Treffpunkt entsteht», so Okle. Im zweiten und dritten Stock gibt es je eine Drei- und Vier-Zimmer-Mietwohnung. Laut Treina seien schon zahlreiche Anfragen eingegangen. Reserviert sei aber noch nichts.

Zeitplan einhalten

«Jetzt haben wir eine Form. Jetzt fehlt nur noch die Ästhetik», sagte Okle am Ende der Führung. Er freue sich darauf, diesen Prozess zu begleiten. Froh ist der Gemeindepräsident auch, dass der Zeitplan bisher eingehalten werden konnte. «Und auch in Sachen Kosten sieht es nach einer Punktlandung aus.» Im Frühling 2017 musste der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung noch viel Kritik einstecken, als die Stimmberechtigten den Zusatzkredit für den Neubau in der Höhe von 1,34 Millionen Franken aufgrund von Planungsfehlern absegnen mussten. Nun bleibt zu hoffen, dass die Glückssträhne anhält. Okle ist positiv gestimmt: «Ich habe an dieser Versammlung versprochen, dass wir termingerecht und ohne Kostenüberschreitung abschliessen. Daran will ich mich halten.»