Unterengstringen erhält ein neues Gemeindehaus. 54,4 Prozent der Stimmberechtigten haben gestern einem Baukredit über 8,8 Millionen Franken zugestimmt. Damit endet eine Geschichte, in deren über zehnjährigen Verlauf verschiedenste Projekte ausgearbeitet, zurückgestellt oder sistiert wurden.

Auch das jüngste Vorhaben drohte zu scheitern, weil zwischen dem Gemeinderat und der Rechnungsprüfungskommission Uneinigkeit über die Auswirkungen des Neubaus auf den Steuerfuss herrschte. Im Gegensatz zur Abstimmung von 2003, als der Bau eines Gemeinde-Dienstleistungszentrums abgelehnt wurde, haben die Stimmberechtigten dieses Mal aber Ja gesagt.

Mit ein Grund für das gestrige Votum dürften die langwierigen und mitunter zähen Diskussionen der vergangenen Jahre gewesen sein. Viele Stimmbürger wollen endlich einen Schlussstrich unter die Angelegenheit ziehen. Sie sind der Irrungen und Wirrungen um ein neues Verwaltungsgebäude überdrüssig.

Kommt hinzu, dass eine Ablehnung des Projektes das Problem der unzumutbaren Platzverhältnisse im heutigen Gemeindehaus nicht gelöst, sondern nur verschoben hätte. Früher oder später wäre ein neuer Vorstoss lanciert worden und die Diskussionen hätten von vorne begonnen. Denn in einem sind sich alle einig: Das heutige Verwaltungsgebäude ist der Gemeinde nicht mehr würdig.