Oberengstringen

Nach fünf Jahren Pause: Endlich werden wieder Christbäume verkauft

Auch in Oberengstringen werden dieses Jahr wieder Weihnachtsbäume verkauft wie hier in Wettingen.

Auch in Oberengstringen werden dieses Jahr wieder Weihnachtsbäume verkauft wie hier in Wettingen.

Zum ersten Mal seit fünf Jahren werden in Oberengstringen wieder Weihnachtsbäume verkauft. Dies haben unter anderem Mitglieder des Hilfswerks «Haus für Alle» ermöglicht — bei der Bevölkerung kommt das Angebot gut an.

Die Gemeinde Oberengstringen hat wieder einen Weihnachtsbaumverkauf, nachdem die Dorfbewohnerinnen und -bewohner ihre Bäume für das Weihnachtsfest fünf Jahre lang ausserhalb der Gemeinde besorgen mussten. Gemeindepräsident André Bender (SVP) freut sich sehr darüber: «Es ist von Vorteil, wenn der Baum im eigenen Dorf gekauft werden kann.» Er habe stets gedacht, dass die Bevölkerung dieses Angebot wieder brauche.

Auch Michael Lüscher, Hauswart der Gemeinde und Mitglied der Kommission Dorfplatzbelebung, findet den Weihnachtsbaumverkauf eine Bereicherung für die Gemeinde: «Es ist ein tolles Angebot für die Leute. Sie müssen jetzt nicht mehr weit fahren für ihre Weihnachtsbäume.» Allerdings könne man beim Oberengstringer Dorfplatz nicht mit dem Auto bis zu den Christbäumen hinfahren. Das sei ein Grund dafür gewesen, weshalb dort sonst niemand Weihnachtsbäume verkaufen wollte.

Die Gemeinde muss das Verkaufspersonal stellen

Dem früheren Verkäufer war der Verkauf aus personellen Gründen nicht mehr möglich. «Früher führte der Baumlieferant den Verkauf selbst», erklärt Lüscher. Da es dem Lieferanten an Personal fehlte, konnte er den Verkauf auf dem Dorfplatz nicht mehr organisieren.

Nach fünf Jahren meldete er sich wieder bei der Gemeinde. «Der Baumlieferant sagte uns, dass er bereit wäre, Bäume bereitzustellen, wenn wir das Verkaufspersonal stellen würden», sagt Lüscher. Die Kommission Dorfplatzbelebung machte sich daran, Helfer aufzutreiben, um die Bäume zu verkaufen.

«Haus für Alle» hilft der Gemeinde aus

Schliesslich erklärte sich das Oberengstringer Hilfswerk «Haus für Alle» dazu bereit, die Christbäume auf dem Dorfplatz zu verkaufen. Gemäss Bender sei es eine Win-Win-Situation: Die Oberengstringer Bevölkerung habe einen eigenen Christbaumverkauf und das Hilfswerk erhalte die Einnahmen, die dabei generiert werden.

Vier Mitglieder des Hilfswerks und drei weitere Helfer sind seit Dienstag mit dem Verkauf der Weihnachtsbäume beschäftigt. Noch bis morgen läuft die Aktion. «Der Verkauf ist gut gestartet. Und am Samstag werden noch viele Leute erwartet», sagt Lüscher.

Wenn sich die Aktion gelohnt hat, wäre die Gemeinde im nächsten Jahr wieder dazu bereit, den Platz für den Christbaumverkauf zur Verfügung zu stellen. «Der Weihnachtsbaumverkauf kommt bei den Leuten sehr gut an», sagt Lüscher. Er sehe keinen Grund dafür, weshalb man den Verkauf nicht wieder durchführen sollte.

Und auch der Gemeindepräsident steht einer Wiederholung im nächsten Jahr positiv gegenüber: «Von Mitte November bis Mitte Dezember haben wir auf dem Dorfplatz ein Eisfeld. Ich könnte mir gut vorstellen, dass anschliessend wieder eine Verkaufsaktion auf dem Platz durchgeführt wird.»

Autor

Manuel Reisinger

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