Dietikon

Nach der Therapiesitzung mit Markus Böni sind alle Zuschauer geheilt

Auf der Bühne nimmt Markus Böni viele Rollen an.

Auf der Bühne nimmt Markus Böni viele Rollen an.

Der Dietiker Lehrer Markus Böni trat als Komiker im Stadtkeller auf. Mit seiner humorvollen Art schaffte es Böni, das Publikum von Anfang an auf seiner Seite zu haben. In seiner Rolle als Komiker erlaubte ihm das Publikum fast alles.

Mit der Vorstellung, einen gemütlichen Abend zu verbringen und sich vom Komiker Markus Böni unterhalten zu lassen, trudelten die Zuschauer am Freitagabend für die Aufführung im Dietiker Stadtkeller ein. Dass sie sich schon bald mitten in der Gruppentherapiesitzung eines gewissen Doktor Böni befinden würden, ahnte da noch keiner von ihnen.

Wenig später trat Markus Böni auf die Bühne. Der Dietiker, der Lehrer am Zentralschulhaus ist, stellte sich als Doktor Böni vor und bat das Publikum, sich zu erheben. «Ich heisse Sie willkommen zur heutigen Therapiesitzung», liess er verlauten. «Dass Sie hierhergekommen sind, muss ein grosser Schritt für Sie gewesen sein.»

Mit breitem Grinsen im Gesicht blickte Böni in die Runde. Sichtlich irritiert und verwundert, wie es um sie geschieht, folgten die Gäste seinen Worten nach kurzem Zögern und standen auf. «Nehmen Sie sich nun an der Hand», fuhr Böni weiter. Das Publikum folge, doch war es den einen etwas unangenehm.

Mit seiner humorvoller Art schaffte es Böni, das Publikum von Anfang an auf seiner Seite zu haben. Er nahm seine «Klienten» mit auf die lange Reise der Problembewältigung und zeigte die Ärgernisse des Alltags auf. Zum Schluss der Sitzung würden alle Teilnehmenden der Gruppentherapie geheilt sein, so das Versprechen Doktor Bönis.

Während des Auftritts schlüpfte Böni in die verschiedensten Rollen. Auf der einen Seite war er Doktor Böni, der mit Ratschlägen und Hausmittelchen fürs Publikum. Auf der anderen Seite aber parodierte er Leute und machte sich über die eigene Berufsgattung lustig.

In seiner Rolle als Komiker erlaubte ihm das Publikum fast alles. Auch als er sich eine Zigarette anzündete und als schwuler Hape Kerkeling über die Bühne wackelte, lachte das Publikum kräftig mit.

Ebenso als Böni vor den Gästen sechs Whiskeys nacheinander hinunterstürzte, um danach einen Betrunkenen am Klavier zu mimen. Als Dank für die Teilnahme an Bönis Therapiesitzung, erhielt jeder Klient eine Visitenkarte mit dem Aufdruck: Ich bin geheilt.

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