Unihockey Limmattal

Nach dem wilden Start kam die Stabilität — Ziel ist die Playoff-Qualifikation

Unihockey Limmattal – im Bild Dominik Hofstetter (zweiter von links) und Nicolas Brandenberger – startet bald in die zweiwöchige Meisterschaftspause.

Unihockey Limmattal – im Bild Dominik Hofstetter (zweiter von links) und Nicolas Brandenberger – startet bald in die zweiwöchige Meisterschaftspause.

Bei Erstligist Unihockey Limmattal zieht man nach zwei Dritteln der Qualifikation ein positives Fazit.

Noch zwei Partien stehen am kommenden Wochenende auf dem Programm, dann beginnt der zweiwöchige Meisterschaftsunterbruch. Vor dem Heimspiel gegen die Zuger Highlands am nächsten Samstag (17 Uhr, Zentrumshalle Urdorf) liegt Unihockey Limmattal mit 26 Punkten aus 15 Partien auf dem vierten Zwischenrang. In der extrem ausgeglichenen Gruppe 2 der 1. Liga will dies im Kampf um die Playoff-Qualifikation noch nicht viel heissen.

Bemerkenswert: NLB-Absteiger Pfannenstiel weist als Neunter nur fünf Punkte weniger auf, hat aber die bessere Tordifferenz als Limmattal. Die Teams auf den Rängen eins bis acht werden im Februar in den Playoffs um den Aufstieg in die zweithöchste Liga spielen. «Unser Ziel ist und bleibt die Playoff-Qualifikation», sagt der ­Limmattal-Co-Trainer Behar Spahija.

Nach einem ziemlich wilden Start in die neue Saison – in den ersten sieben Partien gab es vier Niederlagen und drei Siege – stabilisierte sich die Mannschaft zusehends. «Die Jungs haben das System, das Michael Hunziker und ich spielen lassen wollen, immer besser verinnerlicht», blickt Spahija zurück.

Limmattaler Erfolgsrezept: Ball laufen lassen, dominant auftreten

So resultierten aus den folgenden sieben Partien sechs Siege. Darunter die beiden Kracher gegen die damaligen Tabellenführer Bülach (8:5 auswärts) und Herisau (6:4 daheim). Spahija: «Das waren sensationelle Partien. Da passte alles. Wir spielten genau so, wie wir es uns vorgenommen hatten: Den Ball laufen lassen und dominant auftreten.» In bester Erinnerung geblieben ist der Limmattaler Endspurt in Bülach. Elf Minuten vor dem Ende führten die Unterländer noch mit 5:4, ehe Cedric Hasenböhler, Damian Pliska und zweimal Valentin Ladner die Partie kehrten.

Alles gut also? Nicht ganz. Vor zwei Wochen bremsten die Limmattaler ihren Höhenflug im 15. Meisterschaftsspiel gleich selber mit einer unerwarteten 4:5-Pleite gegen die Jona Uznach Flames. Fast das ganze Spiel mussten sie einem Rückstand hinterherrennen, am Schluss blieb nur der Frust.

«Solche Spiele gibt es halt», sagt Spahija und er fügt an, dass ihm nicht nur der Punktestand wichtig sei. «Es geht mir auch darum, dass unsere Spieler sich entwickeln, dass sie besser werden und dass sie unsere Philosophie auf den Platz bringen können.» Man dürfe nicht vergessen, dass im vergangenen Sommer vieles neu wurde in Limmattals Fanionteam.

Der Ex-NLA-Spieler Adrian Stock lässt seine Klasse aufblitzen

Vor dem Saisonstart liessen die Verantwortlichen von UH Limmattal mit der Verpflichtung eines ehemaligen Schweizer U19-Nationalspielers mit NLA-Erfahrung aufhorchen. Der Bündner Adrian Stock kam von Chur an die Limmat – und schaute erstmal zu. Jene Hüftverletzung, die ihm eine grosse Karriere im Spitzensport verbaute, bremste ihn auch in seinem neuen Verein aus. Mittlerweile kann Stock auf dem Feld immer wieder seine Klasse aufblitzen lassen. «Er ist unser Leistungsträger, wenn er spielen kann», urteilt Spahija. Doch wegen seinen gesundheitlichen Problemen muss Stock immer wieder Pausen einlegen.

Ein anderer potenzieller Leistungsträger ist gar nicht mehr dabei. Sebastian Ladner meldete sich vom Dienst ab. Dazu Spahija: «Er war quasi der Papi unserer jungen Truppe. Schade, dass er den zeitlichen Aufwand nicht mehr auf sich nehmen konnte.»

Am kommenden Montag beginnt der knapp zweiwöchige Meisterschaftsunterbruch. Gross die Beine hochlagern werden die Limmattaler indes nicht können. «Wir haben sicher mal einen Tag frei. Aber weil es Anfang Januar gleich Schlag auf Schlag weitergeht, müssen wir dranbleiben», gibt Spahija die Marschroute bekannt. Am Samstag, 5. Januar 2020, steigt in der Urdorfer Zentrumshalle das erste Heimspiel im neuen Jahr gegen den Tabellenletzten Glattal Falcons. Abgerechnet wird am 26. Januar nach der 22. und letzten Runde. Die Limmattaler werden an jenem Sonntag zur Dernière der Qualifikation in der Schlieremer Sporthalle Unterrohr gegen Bassersdorf Nürensdorf antreten.

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