«Es braucht viel Hartnäckigkeit. So wird man die politische Reife erreichen.» Das war Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Spähs Reaktion auf den Entscheid des Bundesrats vergangene Woche. Dort machte er publik, dass die geforderte S-Bahn-Haltestelle Silbern in Dietikon nicht in den Ausbauschritt 2035 des strategischen Entwicklungsprogramms Eisenbahninfrastruktur (Step 2035) aufgenommen wurde.

Die Reaktion von Walker Späh nehmen sich zwei Kantonsräte prompt zu Herzen. Die beiden AL-Politiker Manuel Sahli (Winterthur) und Judith Stofer (Zürich) wenden sich mit einer entsprechenden Anfrage an den Regierungsrat.

Darin wollen sie wissen, welche Auswirkungen eine Nicht-Priorisierung des Bahnhofs Dietikon Silbern auf die Planung des Zürcher Verkehrsverbundes hat. Mehr aber noch fordern sie nun konkrete Angaben über welchen Zeithorizont denn mit der Realisation des Bahnhofs im Limmattal zu rechnen sei und mit welchen Kosten ein solcher Ausbau veranschlagt werden müsse.

Des weiteren fordern die beiden Parlamentarier Angaben dazu, inwiefern dieser Ausbauaufschub zu stärkeren Belastung anderer Verkehrsträger führen werde und welche Massnahmen der Regierungsrat im Zuge dessen vorsehe.

Neben der Silbern-Bahnstation umfasst die Anfrage der beiden AL-Kantonsräte auch die Stationen Winterthur-Töss Förserhaus und Winterthur-Grüze Nord. Die Realisation dieser beiden Bahnstationen wurde von Bundesbern auf unbestimmte Zeit verschoben.

Interessant ist dieser Entscheid deshalb, weil erst genannte Bahnstation bei der Einfädelung des Brüttener Tunnels in die Hauptstrecke zu liegen käme. Und dieser Tunnel, wie auch der Ausbau des Bahnhof Stadelhofen auf ein viertes Gleis, der Zimmerberg-Tunnel und Ausbauten am rechten Zürichsee-Ufer fanden Eingang in die bundesrätlichen Ausbauschritte 2035.

Dahingehend wollen die Parlamentarier vom Regierungsrat wissen, warum diese drei im kantonalen Richtplan erfassten Bahnstationen nun vom Bund unberücksichtigt blieben.