Schlieren
Nach 13 Jahren geht die Stadt der Kanalisation auf den Grund

Die letzte koordinierte Reinigung und Zustandserfassung des Kanalisationsnetzes liegt 13 Jahre zurück. Die Stadt sieht Handlungsbedarf und spricht 493 000 Franken für eine Unterhaltskampagne.

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Deckel der Kanalisation

Deckel der Kanalisation

Walter Schwager

Die Stadt Schlieren plant, bis Ende 2020 das gesamte 47 Kilometer lange Kanalisationsnetz zu reinigen und dessen Zustand zu erfassen. Diese Unterhaltskampagne wird in vier Etappen ausgeführt, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Stadtrat hat dafür einen Kredit von knapp 493 000 Franken als gebundene Ausgabe bewilligt. «Der Stadt obliegt die Aufsichtspflicht über die öffentlichen und privaten Entwässerungsanlagen. Diese müssen von Gesetzes wegen sachgemäss erstellt, betrieben und unterhalten werden», heisst es weiter. Zum Unterhalt gehörten insbesondere die periodische Reinigung des öffentlichen Kanalisationsnetzes und die Zustandserfassung, um Schäden frühzeitig zu erkennen und in die Unterhaltsplanung einfliessen zu lassen. Dies sei grundlegend für den Werterhalt und die Verlängerung der Nutzungsdauer des Kanalisationsnetzes.

Systematischer Ansatz gefragt

«Die letzte koordinierte Reinigung und Zustandserfassung des Kanalisationsnetzes liegt 13 Jahre zurück. Sie wurde vorgenommen, als die Grundlagen für das Generelle Entwässerungsprojekt erfasst wurden», schreibt die Stadt. Die Vereinigung Schweizerischer Abwasserfachleute empfehle bei Abwasserkanälen Reinigungsintervalle von ein bis drei Jahren, bei der Zustandserfassung Inspektionsintervalle von zehn bis zwölf Jahren.

«Während der letzten fünf Jahre wurden keine Unterhalts- und Reinigungsarbeiten vorgenommen. Es wurden lediglich punktuelle Verstopfungen fallweise behoben. Es besteht daher eine sehr hohe Dringlichkeit, diese Arbeiten mit einem systematischen Ansatz auszuführen», heisst es weiter. Für die erste Etappe hat die Stadt die Arbeiten bereits vergeben. Die Mökah AG in Henggart hat im Submissionsverfahren das wirtschaftlich günstigste Angebot eingereicht und erhält den Zuschlag. (ZIM)