Schlieren
Mystische Atmosphäre: Auf dem Stadtplatz gibt es nun Nebel

Das neue Stadtzentrum sowie der Nebelbrunnen wurden mit Musik und Ansprachen feierlich eingeweiht.

Ly Vuong
Merken
Drucken
Teilen
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Neu findet der Schliere Märt am Samstag auf dem Stadtplatz statt. Von links Priska Kobi vom Limmatbeck aus Oberengstringen, Rolf Suter von Suters Hofmärt aus Aesch und Béatrice Bürgin, Koordinatorin des Schliere Märts.
24 Bilder
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Von links Leiter Abteilung Bau und Planung Hans-Ueli Hohl mit den beiden zuständigen Köchen für den feinen Steinpilz-Risotto Jacques Grossmann (Türkis-Jacke) und Roger Handschin sowie den beiden Sekretariatsmitarbeiterinnen von Bau und Planung Gabi Gull (dunkelrote Jacke) und Elisabeth Weber
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Die Harmonie Schlieren spielte zur Feier bekannte Ohrwürmer und Fanfaren von «Phantom of the Opera», «Happy», «Atemlos», «Ein Stern» bis «Also sprach Zarathustra» oder «La Montanara». Im Bild Dirigent Tobias Zwyer.
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Der Nebelbrunnen sei ein ressourcenschonender Brunnen mit viel Wirkung bei wenig Verbrauch. Das Bild ist stark wetter- und windabhängig. Er hat 30 LED-Leuchten und kühlt die Temperatur im Sommer um bis zu 6 Grad.
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach FDP-Stadträtin Manuela Stiefel sagte: «Mir gefällt dieser Platz. Von hier aus ergeben sich ganz neue Perspektiven auf Schlieren, je nach dem, wohin man schaut und steht. Hier bleibe ich auch einmal stehen und halte inne.»
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Von links Gesamtprojektleiter der Limmattalbahn, Daniel Issler, Schlieremer CVP-Stadtrat Stefano Kunz und SVP-Nationalrat Hans Egloff, der auch Verwaltungsratspräsident der Limmattalbahn AG ist. Egloff sagte: «Der Platz ist ein schöner Beitrag der Limmattalbahn, die im Auftrag der Stadt den Stadtplatz gebaut hat».
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Bereits bei der feierlichen Eröffnung zeigte sich, dass der Stadtplatz ein Ort für Begegnungen ist, der die Menschen verbindet. Gekommen sind gegen die 300 interessierten Besucherinnen und Besucher.
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Zur Einweihung des Stadtplatzes sind gegen die 300 Besucherinnen und Besucher gekommen. Im Bild ist Ressortvorsteher Bau und Planung Stefano Kunz. Er vergleicht das Gewicht von 172 Tonnen des total verbautem Stahl für den Flügel mit dem Gewicht von 111 Nilpferden. Die Dachfläche von 518 Quadratmetern entspreche 352 Mal der Grösse der Flügelfläche eines Albatros, dem grössten flugfähigen Vogel.
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach In der Mitte GLP-Stadtrat Andreas Kriesi mit Tochter Carina und den Oberengstringer CVP-Gemeinderat René Beck.
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Kaum in Betrieb, versetzt der Nebelbrunnen den Platz in eine mystische Atmosphäre. Pro Minute verbraucht der Brunnen 8 Liter Wasser. Bei einer Betriebszeit von 2 Minuten und einem Intervall von 20 Minuten beträgt der Verbrauch pro Stunde 48 Liter Wasser.
Der Stadtplatz in Schlieren wird feierlich eingeweiht
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach In der Mitte Stadtpräsident Markus Bärtschiger mit den beiden Entwerfern des Stadtplatzes Architekt Roger Weber (links) und Landschaftsarchitekt Stephan Kuhn. Kuhn sagte: «Es ist sehr schön, zu sehen, wie die Schlieremer den Stadtplatz bereits in Besitz genommen haben, wie etwa mit dem Samstagsmarkt».
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Symbolisch übergibt Ressortvorsteher Bau und Planung, Stefano Kunz, dem Schlieremer Brunnenmeister Carlos Pighin einen Schlüssel, um den Nebelbrunnen feierlich einzuweihen und in Betrieb zu setzen.
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Stadtpräsident Markus Bärtschiger sagte in seiner Ansprache: «In der Vorwärtsbewegung muss auch immer die menschliche Komponente erhalten bleiben. Der Umbau soll nicht nur Verkehrsprobleme entschärfen, sondern auch den Menschen, die hier leben, die Möglichkeit geben, näher zusammen rücken zu können.»
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Auch bei kalten Temperaturen spüren die Kinder intuitiv, dass unter dieser Fläche des Nebelbrunnens etwas zu entdecken gibt, spielerisch erkunden sie den Boden mit den Led-Leuchten und Düsen.
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Die Harmonie Schlieren spielte zur Feier bekannte Ohrwürmer und Fanfaren von «Phantom of the Opera», «Happy», «Atemlos», «Ein Stern» bis «Also sprach Zarathustra» oder «La Montanara».
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Von links Astrid Romer von der Fachstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Stadt Schlieren, Alt-Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin mit Frau Erica.
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Katharina Fatjanov, 28, Schlieren
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Von links Stadtpräsident Markus Bärtschiger, FDP-Gemeinderätin Fiona Stiefel, FDP-Stadträtin Manuela Stiefel, FDP-Gemeinderat Daniel Frey (rote Jacke), Schlieremer Leiter Abteilung Bau und Planung Hans-Ueli Hohl
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Therese Schüepp, 74, Schlieren
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Beatrice Bickel, 72, Schlieren
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Margrit Stähelin, 90, Schlieren
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Daniel Wachter, 51, Zürich
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Klemenz Gächter, 57, Schlieren

Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Neu findet der Schliere Märt am Samstag auf dem Stadtplatz statt. Von links Priska Kobi vom Limmatbeck aus Oberengstringen, Rolf Suter von Suters Hofmärt aus Aesch und Béatrice Bürgin, Koordinatorin des Schliere Märts.

Ly Vuong

Schlieren hatte am Samstagvormittag allen Grund zur Freude. Untypischerweise gab es keinen Regen an diesem Schlieremer Chilbi-Wochenende, sondern einen Himmel, der zwar hellgrau dreinblickte, keinesfalls aber düster war. Die angenehmen elf Grad boten komfortable Voraussetzung für die Einweihung des neuen Stadtplatzes. Das Interesse war gross, gekommen sind gegen die 300 Besucher. Die Harmonie Schlieren eröffnete den Festakt mit dem Stück «Phantom of the Opera», als wäre die Musik ein Vorbote für etwas Mystisches. Das gab es dann auch. Und zwar mit der feierlichen Inbetriebnahme des Nebelbrunnens.

«Heute ist ein Freudentag», eröffnete Stadtpräsident Markus Bärtschiger seine Rede. Der neue Stadtplatz sei eine «Verkehrsmaschine», die vielfältige Begegnung der freundlichen und verbindenden Art ermöglicht. Genauso verbinde das neue Wahrzeichen, das orange-rote Flügeldach, Strassen und Ortsquartiere optisch miteinander. «Der Flügel sagt uns: Hier bist du in der Mitte der Stadt Schlieren, sozusagen unter dem Flügel eines wohlwollenden Vogels, zwischen Vergangenheit und Zukunft», sagte Bärtschiger. Denn das an Metallschutzfarbe erinnernde Rot stehe symbolisch für das industrielle Erbe Schlierens.

Die Farbe sei auch dynamisch. In der Vorwärtsbewegung müsse die menschliche Komponente erhalten bleiben, betonte Bärtschiger. «Der Umbau der Badener- und Zürcherstrasse soll nicht nur Verkehrsprobleme entschärfen, sondern den Menschen die Möglichkeit geben, näher zusammen zu rücken.» Der Stadtpräsident bedankte sich bei allen, die zum Gelingen dieses Bauwerks beitrugen, insbesondere der Bevölkerung, die das Projekt nicht nur bewilligt, sondern auch bezahlt hatte.

Das Gewicht von 111 Nilpferden

Der Ressortvorsteher Bau und Planung, Stefano Kunz, bezeichnete in seiner Ansprache den Moment als «historisch». Das gelungene Resultat der Zusammenarbeit von Gemeinde, Kanton, Bund, Bahn, Stadtverwaltung, aber auch Architekten und Handwerker sei ein Zeichen der Qualität des Kompromisses zwischen Wünsch- und Machbarem. Das Fundament des Platzes ruhe auf 450 Tonnen Kies. Der total verbaute Stahl für den Flügel betrage 172 Tonnen, was dem Gewicht von 111 Nilpferden entspreche. Der Nebelbrunnen aus Wasser, das für Leben und Veränderung steht, sei ressourcenschonend: «Der Brunnen hat 30 LED-Leuchten, der Nebel kühlt die Temperatur im Sommer um bis zu sechs Grad. Pro Minute braucht der Brunnen acht Liter Wasser. Bei einer Betriebszeit von zwei Minuten in einem Intervall von 20 Minuten wird pro Stunde 48 Liter verwendet», führte Kunz aus.

Symbolisch übergab er dem Schlieremer Brunnenmeister, Carlos Pighin, einen grossen Kartonschlüssel, um den Nebelbrunnen unter Begleitung der Harmonie Schlieren, einzuweihen. Kaum in Betrieb, umgab der Nebel den Platz mit einer geheimnisvollen Aura, das Publikum applaudierte und einige Kinder begannen gleich im und mit dem Nebel zu spielen.

Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Klemenz Gächter, 57, Schlieren
5 Bilder
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Margrit Stähelin, 90, Schlieren
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Daniel Wachter, 51, Zürich
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Therese Schüepp, 74, Schlieren
Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Katharina Fatjanov, 28, Schlieren

Einweihung Stadtplatz Nebelbrunnen Flügeldach Klemenz Gächter, 57, Schlieren

Ly Vuong

Vor Ort war die lokale Politprominenz. Alt-Stadtpräsident Toni Brühlmann sagte, die Bäume, die noch kommen, würden den Platz noch einladender machen. FDP-Stadträtin Manuela Stiefel lobte, auf dem Platz würden sich ganz neue Perspektiven auf Schlieren ergeben, je nach dem wo man stehe. GLP-Stadtrat Andreas Kriesi werde sich noch mehr freuen, wenn die Limmattalbahn fahren wird. Verwaltungsratspräsident der Limmattalbahn, Hans Egloff, und Gesamtprojektleiter der Limmattalbahn, Daniel Issler, freuten sicht mit. Denn die Bahn hat im Auftrag der Stadt den Platz gebaut. Die zuständigen Architekten Roger Weber und Stephan Kuhn genossen den Anlass, denn ihre Vorstellungen und Pläne entsprachen genau der Realität.

Der Schlieremer Stadtingenieur, Hans-Ueli Hohl, der von Seiten der Stadt den Bau koordiniert hatte, hielt fest: «In den Bauvisualisierungen hatte es einen Markt und nun hat es tatsächlich einen.» Der kleine «Schliere Märt» fand zum ersten Mal auf dem Stadtplatz statt. Von dort aus konnte man zur Chilbi flanieren, die beim nahegelegenen Stadtpark stattfand.