Unfall Aesch
Mutter von überfahrener Leona sucht auf eigene Faust nach dem Täter

Der Autofahrer und seine Beifahrerin, die die 17-jährige Leona nach einer Party vorsätzlich überfahren haben, sind noch nicht gefasst. Nun macht sich Leonas Mutter daran, selbst nach ihnen zu suchen.

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An der Stelle in Aesch ZH, wo die 17-jährige Leona vor zwei Wochen überfahren und schwer verletzt wurde, sind immer noch Reste von Blut zu sehen.

Am Samstag, 26. September feierten Leona und ihre Freunde in einer Aescher Waldhütte eine Geburtstags-Goaparty. Um ca 1.30 sitzt sie mit ein paar Freunden am Strassenrand, als ein Auto angefahren kommt, dessen Fahrer sich darüber aufregt, dass die Jugendlichen im Weg sitzen. Es kommt zu einer verbalen Auseinandersetzung, woraufhin der Fahrer plötzlich aufs Gas tritt und der jungen Frau über Kopf und Becken fährt.

Manela E., Mutter von Leona, ist fassungslos und verzweifelt. «Der Fahrer hätte genug Platz gehabt, um die Jugendlichen zu umfahren. Ein Kieselsteinplatz neben der Strasse hätte ihm Platz zum Ausweichen gegeben.»

Leona wurde mit mehreren Schädel- und Beckenringbrüchen ins Spital eingeliefert. Ihre linke Gesichtshälfte ist gelähmt und sie ist taub auf einem Ohr. Als sie aufwachte, waren ihre ersten Fragen an die Mutter: «Wer macht so etwas? Wer überfährt mich einfach? Ich habe doch nichts getan?»

«Meine Tochter beschrieb mir, dass ihr das Blut aus Ohren und Nase lief wie aus einem Springbrunnen». Ob Leona wieder ganz gesund wird, ist ungewiss.