Jubiläum

Musikschule Schlieren: Klavier und Gitarre sind immer gefragt

Die jungen Musizierenden der Musikschule Schlieren treten auch in diesem Jahr an einigen Anlässen auf.

Die jungen Musizierenden der Musikschule Schlieren treten auch in diesem Jahr an einigen Anlässen auf.

Die Musikschule Schlieren feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen – die Faszination an der Musik bleibt ungebrochen. Der Schulleiter Martin Wittwer weiss, dass der jahrelange Unterricht weit mehr bietet als «nur» blosses Musizieren.

Kinder haben ein besseres Gehör und reagieren sensibler auf feine Tonlagen- und Tempounterschiede. Diese Fähigkeiten gehen mit zunehmendem Alter stetig verloren. Das ist wissenschaftlich belegt. Doch nicht nur aus diesen Gründen macht es Sinn, schon früh ein Instrument zu erlernen. Musizieren sei auch einfach eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, sagt Martin Wittwer, Schulleiter der Musikschule Schlieren. Seit 25 Jahren unterrichtet er selbst als Lehrer und bringt seinen Schülern das Querflötenspielen bei.

Bereits doppelt so lange wie Wittwer als Musiklehrer tätig ist, gibt es mittlerweile die Musikschule Schlieren. Dieses Jahr feiert sie ihr 50-jähriges Bestehen. Viel verändert habe sich seit den Anfängen nicht, so der Schulleiter. Noch immer spielten die Kinder am liebsten Klavier und Gitarre. Gleich dahinter folge die Geige. Wittwer ist sich sicher, dass die Musikschule auch weiterhin Bestand haben wird. «Sie hat einen wichtigen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Musik machen, ist etwas Zeitloses.» Auch sei das Musizieren kulturunabhängig. Gerade in Schlieren, wo Kinder aus allen möglichen Ländern den Unterricht besuchten, sei das gut zu beobachten.

Nicht alle wollen an Konzerten auftreten

Aktuell unterrichten in Schlieren 18 Lehrpersonen insgesamt rund 180 Schüler, wovon sechs Erwachsene sind. Ihr Können dürfen die Schüler an verschiedenen Konzerten unter dem Jahr unter Beweis stellen. Jeweils zwei oder drei Lehrpersonen organisieren gemeinsam ein Konzert. Die Musikschüler dürfen die Stücke dabei grösstenteils selbst aussuchen und das spielen, was ihnen am besten gefällt. Es gebe aber auch Kinder, die lieber für sich im Kämmerchen spielten, so Wittwer. Auch das sei in Ordnung. Die Musikschule sei da, um unter professionellen Bedingungen zu günstigen Konditionen ein Instrument zu erlernen. Was jeder Einzelne dann aber daraus mache, sei ganz verschieden.

«Gut möglich, dass schon Profimusiker aus ehemaligen Schülern hervorgegangen sind», so Wittwer. Eine Klavierlehrerin sei beispielsweise in ihrer Jugend ebenfalls in Schlieren in die Musikschule gegangen und gebe nun ihr Wissen und Können weiter an derselben Schule.

Das Schöne am Beruf des Musiklehrers sei nicht nur das gemeinsame Musizieren mit den Schülern. Da die Kinder oft jahrelang in den Unterricht kommen, könne man die gesamte Entwicklung vom Erstklässler bis zum Teenager mitverfolgen. «Mit der Zeit wird man auch zur Bezugsperson für die Schüler», sagt er. Es sei toll, den Kindern auch andere positive Werte des Lebens mit auf den Weg geben zu können, wenn man ab und an einmal um einen Rat gefragt werde.

Auch zu Hause muss geübt werden

Eine ebenso wichtige Rolle bei der Erlernung eines Instruments spielen jedoch die Eltern, so Wittwer. Dass normal begabte Kinder nicht von sich aus regelmässig übten, sei ganz normal. Die Schüler bräuchten deshalb die Unterstützung aus dem Elternhaus. Da die Lektionen jeweils nur 30 bis 50 Minuten dauern, reiche es nicht aus, nur in der Stunde das Instrument zu spielen.

Um den Kindern bei der Entscheidung für ein Instrument zu helfen, organisiert die Musikschule alljährlich einen Anlass. Der nächste findet am 9. Mai um 10 Uhr im Schulhaus Hofacker statt. Alle möglichen Instrumente werden dort vorgestellt und können ausprobiert werden.

Dass zum Beginnen nur die Blockflöte geeignet sei, stimme nicht, so Wittwer. Jedes Kind könne von Anfang an jedes Instrument erlernen. Da die Stunden meistens im Einzelunterricht stattfinden, könne individuell auf die Schüler eingegangen werden.

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