Urdorf
Musikanten der Kanti Limmattal nahmen das Publikum auf eine Weltreise

In der Eingangshalle der Kantonsschule Limmattal musizierten aufgestellte, musikalisch begabte Jugendliche. Sie machten sich mit ihren Lehrern auf zu einer tönenden Weltreise, durch die Lehrer markus Jud souverän führte.

Christian Murer
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Sommerserenade der Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Limmattal
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Trommler Jérémy Scheurer vom Percussionsensemble
Schlagzeuger Francesco Gazzotti
Percussionist Lorenzo Zambelli
Yuri Schmid am Xylofon

Sommerserenade der Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Limmattal

Christian Murer

Musik sei die Sprache der Engel, sinnierte einst der schottische Essayist und Historiker Thomas Carlyle. Nun denn: In der Eingangshalle der Kantonsschule Limmattal (KSL) musizierten zwar keine Engel, sondern aufgestellte, musikalisch begabte Jugendliche. Sie machten sich mit ihren Lehrern auf zu einer tönenden Weltreise, durch die Lehrer Markus Jud souverän führte.

Von Afrika nach Amerika

Das Perkussionsensemble startete in Afrika. Die Gitarristen legten in Argentinien einen Halt ein. Und das Saxofonregister überzeugte mit amerikanischen Jazz-Rhythmen. Der Frauenchor blieb in Amerika und sang das gefühlvolle Lied «From a distance» von Julie Gold. Weiter ging der Musiktrip nach Österreich. Dort fantasierte das Flötenensemble über Themen aus der Oper «Die Hochzeit des Figaro» von Mozart.

Beglückende Stimmen schenkte das Vokalensemble den beiden Liedern von Offenbach und Mendelssohn. Russland war dann nächster Tourneestopp. Hier spielten die Geigerin Clara Wassner und die Cellistin Irena Merz östliche Miniaturen. Celina Battailard begleitete die beiden Instrumentalisten am Flügel.

Zum grossen Finale düste der Schulchor nochmals in die USA. Unter der Leitung von Patrik Elsaid präsentierten die Schülerinnen und Schüler ein packendes Medley aus dem Tanzmusical «Footloose».

Besser als ein Konzert von Profis

Zur 21. Ausgabe der Sommerserenade sagte Initiant Markus Jud: «Ich bin einmal mehr begeistert von der diesjährigen Aufführung. Mich dünkt, dass es von Jahr zu Jahr besser wird.» Er finde es immer wieder bewunderungswürdig, wie sich die jungen Leute viel Zeit für die Extraproben nähmen und dafür ihre Freizeit opferten, so der Saxofonlehrer der KSL. Und Mireille Brun aus Wettswil resümierte: «Ich bin schlicht sprachlos.

Das Konzert war wirklich beglückend.» Sie sei überrascht, wie die Jugendlichen mit so hinreissender Musik auftreten. «Es war für mich fast besser als ein Konzert von Profis anderswo», so die Mutter der im Schulchor mitsingenden Tochter Michèle.

KSL-Deutschlehrerin Cornelia Hanser wertschätzte schliesslich die jungen Musizierenden: «Ich empfinde die verschiedenen Stimmen wie bei einem Gespräch. Die Aufmerksamkeit, die die Musiker dabei aufbringen, um aufeinander zu hören, finde ich etwas Wunderbares.»