Dietikon

Musikalische Leckerbissen und Ehrungen: Das Weihnachtskonzert der Musikschule überzeugt das Publikum

Im Stadthaus Dietikon wurde eine bunte Mischung hauptsächlich ruhigerer Töne präsentiert. Es bot eine Plattform für Fortgeschrittene.

Eine bunte Mischung guter Musik auf hohem Niveau gab es am Sonntagmorgen im Gemeinderatssaal im Stadthaus zu hören. Die Musikschule Dietikon lud zum Weihnachtskonzert. Zwar gab es keine weihnachtlichen Klänge zu hören, aber die Darbietungen waren mehrheitlich von ruhigeren Tönen geprägt.

«Das Konzert zeichnet sich jedes Jahr durch eine gewisse Qualität aus, weil wir bewusst Fortgeschrittenen und sehr guten Ensembles eine Plattform bieten», sagte Daniela Jordi-Körte, Leiterin der Musikschule. Auch sie war an der Klarinette gemeinsam mit Alain Schmutz zu hören.

Ganz ohne Noten und in beeindruckender Ruhe spielte Timo Knauer am Klavier das Stück «Clair de Lune» aus der «Suite Bergamasque» von Claude Debussy. Entsprechend grossen Applaus erntete seine Darbietung.

Auch die elfjährige Livia Iseppi holte sich Beifall, als sie Beethovens «Für Elise» vortrug. «Ich war schon sehr nervös, obwohl ich schon ein paar Mal solche Konzerte hatte, aber es ging sehr gut», sagte sie danach. Sie spiele schon seit der ersten Klasse Klavier.

Die Darbietungen der Jungen überzeugen

Ebenso wie die junge Keira Brawand, die nach ihr auf die Bühne trat, wird Livia Iseppi von Elisabeth Kolar unterrichtet. Kolar wurde für ihre fünf Dienstjahre geehrt und war beim Konzert mehrmals zu hören.

So begleitete sie die Sopranistin Isabelle Huber und Ursi Hellwig, Mezzosopran, bei zwei gesanglichen Einlagen. Dies nachdem unter der Leitung von Ann Allen das Blockflötenensemble Flötenzauber & Flötenwirbel das Konzert eröffnet hatten.

Eine der talentierten Schülerinnen ist auch Tamara Schneider. Sie konnte in der vergangenen Woche beim regionalen Limmattaler Stufentest überzeugen: «Tamara meisterte die Stufe sechs», lobte Jordi-Körte, als sie den Auftritt ansagte. Für die dritte Darbietung stieg Schneider auf die Bühne und überzeugte das Publikum mit dem Stück «Fantaisie-Impromptu» von André Jolivet.

Vier Ehrungen gab es für diverse Dienstjubiläen

Neben den Darbietungen gab es gestern gleich mehrere Dienstjubilare zu würdigen: Felix Walder, der seit zehn Jahren Gitarre unterrichtet, war aufgrund eines anderen Engagements entschuldigt. Gewürdigt wurde die Arbeit von Edith Schelling mit einer Rede von Jordi-Körte, die besonders ihre vielfältigen Engagements, Interessen und ihre Verbundenheit zu Dietikon hervorhob.

«Ich kann sagen, dass ich heute denselben Beruf und Weg einschlagen würde», äusserte sich Schelling. Das sei schön und stelle ein Privileg dar. Sie könne es manchmal selber kaum glauben, dass schon dreissig Jahre vergangen seien.

Es habe sich viel verändert in dieser Zeit: «Ich begleite alle von den Kleinsten bis hin zu den Senioren am Akkordeon und Keyboard und gebe in der Grundschule Unterricht.» Der älteste Schüler, den sie musikalisch begleite, sei 80-jährig.

Besonderes Lob gab es im Anschluss auch für die Cellistin Eva-Maria Burkard und ihre 25-jährige Tätigkeit an der Musikschule Dietikon: «Es ist beeindruckend, wie viele deiner Schülerinnen und Schüler dir über Jahre hinweg treu geblieben sind», sagte Jordi-Körte ihr gegenüber in der Dankesrede.

Das zeuge von einer äusserst hohen sozialen und pädagogischen Kompetenz. Burkard bringe den richtigen Mix mit, um die jungen Musikerinnen und Musiker zu fordern und zu fördern.
Unter Burkards Leitung spielte sie gemeinsam mit dem Ensemble Cellibassi und gab damit den Abschluss des Konzertes. Das Publikum begab sich danach zufrieden zum Apéro.

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Autor

Cynthia Mira

Cynthia Mira

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