Dementsprechend kuschelig sei es nun, meinte eine Besucherin lachend. Ursula Hofstetter stimmte zu: «Ist doch schön, wenn man näher zusammen rückt. So enstehen neue Freundschaften!»

Jazz und Klassik auf dem Vibraphon

Nachdem die Gewitterfront vorüber war, konnte René Gubelmann endlich sein Talent unter Beweis stellen. Der passionierte Vibraphonist stieg ein mit «Summertime», der Melodie zur bekanntesten Arie aus George Gershwins Oper «Porgy and Bess», mit dem er den gestrigen Sommerbeginn einläutete. Ein ruhigeres Lied mit einem ungewöhnlichen Takt war «Barcarole», ursprünglich ein venezianisches Schifferlied.

Zum Schluss, wie der Schlagzeuger, der sich längst einen Namen in der Jazzszene machen konnte, meinte, eine b-Moll-Toccata von Johann Sebastian Bach. Gubelmann zeigte eine grosse Freude an seiner Musik und suchte charmant den Kontakt zum Publikum. Deshalb konnten die Zuschauer kaum genug kriegen. Der Vibraphonist schloss sein vielfältiges Programm mit einer Jazzversion von «Over the Rainbow» und erntete begeisterten Applaus.

Weniger bekannte Stücke auf dem Programm

Den zweiten Teil des Abends bestritt der Limmattaler Kammermusikkreis. Unter der Leitung von Leonardo Muzii führten sie Wolfgang Amadé Mozarts Divertimento in D-dur auf. Auch weniger bekannte Stücke standen auf dem Programm der fünfzehn engagierten Musikerinnen und Musiker. Susanne Dubach, Mitglied des Aargauer Symphonie Orchesters, verführte auf ihrer Geige die Zuschauer.

Ein weiteres Highlight war die Sonata in D-Dur für Trompete und Streicher von Georg Philipp Telemann. Die Besonderheit an der Aufführung lag nicht nur in der Musik selbst, sondern auch an der Art des Trompeters Markus Würsch, der während des Spiels ständig mit Orchester und Publikum kommunizierte. Als Zuschauer war deutlich zu spüren, dass die Chemie unter den Musikern stimmt. Das war, nebst dem hohen musikalischen Niveau, der Grund dafür, trotz Kälte und wenig Bewegungsfreiheit bis zum Schluss den schönen Klängen der Musik zu lauschen.